10.10.2003

 

Distanz: 17,7 km
Fahrzeit 1:19 h - Höhenmeter: 440 m - Geschwindigkeit: 13,4 km/h - Totalzeit: 2:00 h

Spaßfaktor: 100 %

 

Letzter Tag und Rückfahrt

Unser letzter Tag in Kärnten. Die Sonne scheint schon zum Frühstück und versucht uns zum Radfahren rauszulocken. Wir lassen sie gewinnen, auch wenn die Beine bei jeder Bewegung schmerzen. Bewegung soll aber gegen Muskelkater helfen - so sagen es die Alten den Jungen. Hoffentlich kommt Alexander doch noch mit, denn so richtig Spaß macht es nur zu zweit. Ich glaub ihm ja, dass seine Muskeln wehtun, aber meinen geht es auch nicht viel besser.

Was ist denn heute los? So zeitig waren wir ja noch nie unterwegs - halb zehn, zwei Kilometer gefahren und noch kein Foto gemacht Vati?

Will er etwa auch nach Hause?

Unser Weg sollte uns heute endlich zum "Wunderbaum" führen und anschließend zum "Tschapitscher".

Selbst leichte Touren werden nach solch einem Tag wie gestern zur Anstrengung. Also, leichtesten Gang eingelegt, (den Reservekranz oder "Loserblatt" nicht vergessen) und trotzdem bringt uns jeder Anstieg zum Schwitzen.

Vati's Wunderbaum!! Was das wohl wieder ist? Nach einigem hin und her kamen wir doch noch zum Wunderbaum. Ein Baum mitten im Wald, keine Aussicht nur wundersam gewachsene Äste. War nicht der "Burner" unter den Ausflugszielen.

Ich glaub, Sohnemann werde ich wohl nie mehr dazu bewegen können, zu solch einem "attraktiven" Ziel mitzukommen. Alexanders Kommentar dazu war nur: "Du mit Deinem Baum".

Trotzdem ging es locker weiter zum Kreuzberg, denn wir (Vati vor allem), wollten ja noch zum "Tschapitscher". Ein etwas heftiger Anstieg auf der als leicht eingestuften Route lies uns noch einmal zweifeln, ob wir wirklich dahinauf wollen und auf der richtigen Strecke sind. Mit dem Mut der fast Verzweifelten schafften wir die letzte Kehre und vor uns lag einer der schönsten Ausblicke. Die Alm mit der Hütte und ein weiter Blick in das Oberdrautal.

Eigentlich wollten wir ja noch einen Tee trinken, aber daraus wurde nichts. Wieso? Ohne Flickzeug, Geld oder andere Hilfsmittel kann man nicht viel machen. Losgefahren wie die Schneider. Was hatten wir aber nicht vergessen? Den Fotoapparat!! So wurden wenigstens die letzten Fotos verknipst und leicht rollend fuhren wir zurück zum Weissensee.

An der letzten Tankstelle wurden die Räder mit einem Hochdruckreiniger (jeder Fahrradhändler würde die Hände über den Kopf zusammenschlagen) gereinigt und anschließend gemütlich um den See zurück zum Quartier geradelt.

Alles verladen, eingepackt und geduscht, ging es zur vorgezogenen Brotzeit. Während des Einpackens tauchten die "Bommelmützen " noch einmal kurz auf, bevor sie aus unserem Blickfeld verschwanden.

Nachdem uns die Sonne bei Kaffee und Kuchen zum letzten Mal gewärmt hatte, fuhren wir endlich zurück nach Dessau. Dort kamen wir wohlbehalten 20:45 Uhr an.

Ob es nächstes Jahr wieder eine Entdeckungstour gibt, steht bisher genauso wenig fest, wie ein eventuelles Ziel. Vielleicht hilft uns ja wieder der Zufall.

 

 

 

 

 

Ein letzter Blick zurück ins Tal