Kurz zu Tosca -
Aus meinen PC
Lautsprechern tönt Puccinis grandiose Oper "Tosca" herüber, ein Glas dunkelroter
Bordeaux steht neben mir auf dem Tisch und ich bewundere einen wunderschönen
Strauß Blumen, der hier schon seit Dienstag mein Wohnzimmer ziert und immer noch
so
wunderschön
aussieht wie am ersten Tag. Eine prachtvolle Amaryllis gebunden in einem Kunstwerk
mit zart rosa Rosen und roten Gerbera. Alles in Rot gehalten und passend zu meinem
Zimmer und meinem Herzen. Ich liebe die Farbe rot. Sie passt so schön zum Wein
und zu meinen dunklen Haaren.
Eine nettere Idee kann Mann nicht haben um einer Frau Herz zu erfreuen. Auch wenn Frau gern emanzipiert und manchmal kalt wie ein Stein ist, aber so schöne Blumen bringen ihr Herz zum Schmelzen und die bekommt sie immer gern geschenkt. Da kann das Leben nicht schöner sein.
Ich wollte Euch
schon seit einer ganzen Weile über die Inszenierung der Oper "Tosca" im
halleschen Opernhaus berichten, aber durch so viele andere Ereignisse und Lernen
für eine Prüfung, komme ich erst jetzt dazu ein paar Zeilen zu schreiben.
Eigentlich war es
auch nicht wichtig, denn ic
h fand den halleschen Versuch dieser Puccini Oper
nicht so besonders gut gelungen. Irgendwie habe ich meinen Puccini nicht so
wirklich in der Musik wieder erkannt :-( Das Melodische kam einfach nicht
richtig rüber, fand ich zumindest. Aber so als Laie habe ich da auch keine
Ahnung von.
Das Bühnenbild und
die Kostüme (Carlo Tommasi) allerdings, waren diesmal wirklich hervorragend und
auch die Inszenierung (Lutz Hochstraate) und die Stimmen sehr gut, aber kein
wirklicher Puccini zu hören. Was war los? Ich habe ganz bestimmt
nicht geträumt, ich war voll bei der Sache, strengte mich an - aber konnte ihn
nicht finden. Es war einfach alles nur laut und für meine Ohren in selber
Tonlage
.
Puccinis Musik ist
so klar und unverkennbar, so elegant und atemberaubend schön, daß man sich seine
Opern auch gern ein zweites oder drittes Mal anhören möchte. Also nutze ich die
Chance mir "Tosca" in Halle anzusehen. Das letzte Mal eines Versuches für
"Tosca", war in der Oper in Hamburg, wo ich leider den ersten Teil verpasste, da
grandioser Stau um Hagenow. Dieses Mal schaffte ich es pünktlich. Ich war sogar
noch in der Zanzibar am Uniring gemütlich essen. Die haben wirklich eine sehr
gute Karte und wohlschmeckendes Abendessen, aber leider roch es im Raum untern
ganz schön nach altem
Rauch. Sonst kann man sich hier sehr wohl fühlen,
internationales Publikum, angenehme Gäste und schöne Atmosphäre.
"Die Frauen machen sich nur deshalb so schön, weil das Auge des Mannes besser entwickelt ist als sein Verstand." - Doris Day
Das Zitat mußte
jetzt einfach hier rein und passt auch irgendwie ein
bißchen.
Dank der wunderbaren Kostüme war trotz der Körperfülle von Romelia Lichtenstein Tosca diesmal wirklich sehr schön.
Ihre wunderschönen schwarzen Haare paßten sehr gut zu
ihrer Rolle als Tosca. Und der Mahler Cavaradossi (Daniel Magdal) paßte sehr gut
zu Tosca. Von der Besetzung her also ganz gut zusammengestellt. David
Pittman-Jennings hervorragend als Scarpia und Björn Christian Kuhn sehr passend
als Spoletta. Auch Jürgen Trekel und Ki-Hyun Park gefielen mir sehr gut in ihren
Rollen. Das hätte wirklich richtig gut gelingen können. Ich verstehe nicht, was
da schief gelaufen ist. Vielleicht hatte Klaus Weise ja auch nur einen
schlechten Tag erwischt und vielleicht sollte ich mir die Oper ein zweites Mal
anhören. So etwas kommt vor und Klaus Weise ist sonst immer sehr gut - hmmmm.
Ja, ich glaube, ich werde sie mir ein zweites Mal anhören. Das kann einfach nicht sein, daß Halle das musikalisch so verpatzt.
Apropos "verpatzt".
Das erinnert mich an den herrlichen Auftritt, den Bush letztens hatte, als er in
Peking eine Pressekonferenz gab und dann beim Abgang den Ausgang nicht fand. Ein
wunderbares Bild. Das war das Highlight des Tages und hat verdient in meinem
Bericht erwähnt zu werden.
Tja und was soll ich jetzt hier noch schreiben? Ich hoffe, daß ich "Tosca" irgendwann, irgendwo noch einmal vollständig und so wie es sein sollte sehen werde.
Eure Jana