A Life in the Theatre

 

A Life in the Theatre - Programm.... ja, manchmal kommt es mir so vor, als ob sich das ganze Leben nur im Theater abspielt. Die ganzen verrückten und unvernünftigen Sachen, die man tut - alles Theater? --- Ich liebe Theater :-) Nein, ich bin nicht nur unvernünftig. Es gibt auch ein paar Situationen, wo ich durchaus sehr bodenständig bin. Wenn ich mir das recht überlege, ist das sogar die meiste Zeit meines Lebens. Ich bin also brav - bin ich brav? <grins> ich bin brav, aber nicht immer und ich brauche manchmal eben ein bißchen Abenteuer. Da reichen schon die kleinen Sachen, wie ein einwöchiger Trip mit meinen Freundinnen nach London. Wo Frau sich so ganz Frauenthemen widmen kann. ..... bitte? Kinder und Küche? Also Jungs, wo lebt Ihr denn? ... aber träumt ruhig weiter.... Nein, ich glaube, da sind wir nicht anders als Männer - ok, wir sind ganz Frau, wenn wir ins Theater gehen und uns hübsch machen für den Film Critics Award. Aber wir gehen auch gern mal zum Bier trinken in den Pub und so nach ein zwei Bier unterhalten wir uns auch über Männer und unsere Ideen diesbezüglich. Und wir waren in einem Sexshop - grins - ok, ich muß zugeben, das war das erste mal in meinem Leben, daß ich in einem Sexshop war. Aber herrlich, was für ein Spaß - das ist auch nur passiert, als wir ein bißchen Ruhe vor dem chinesischen Neujahrsfest suchten und in Soho gelandet sind. Die beiden Verkäufer haben sich redlich um uns bemüht - oh man, was die uns alles verkaufen wollten - unglaublich, was es da so alles gibt...... nein,  ich glaube, ich erzähle Euch Chinesisches Neujahrsfest 2005 - Jahr des Hahnes das hier nicht, denn meine Seite ist eigentlich jugendfrei ;-) ... aber ich hätte die Kondome mit Erdbeergeschmack mitnehmen sollen - hehehe, oder die mit den Noppen und Erdbeergeschmack.

Ich muß jetzt sogar noch darüber lachen - ich habe es noch nie mit so einem Ding probiert - hmmm - Hat das von Euch schon mal jemand getestet? Freundin Uli meinte nur, fluoreszierend kommt auch gut, da sieht man im Dunkeln sämtliche Fingerabdrücke, an den Wänden, am Bett, am Lacken - herrlich - es leuchtet - hehehe. Ok, Jana benimm Dich, Du wolltest hier seriös über den Film Critics Award schreiben und über die beiden Theaterstücke, die wir uns angesehen haben - ach ja und einmal Kino war auch noch drin.... und natürlich Shopping ... wo wir gerade bei Sex sind, ich habe mir ein tolles Neglige gekauft - konnte einfach nicht widerstehen.  Diesmal ein Schwarzes, an den Seiten nur durch ein Bändchen gesichert und hübsche schwarze Spitze. Sieht sehr verführerisch aus :-) Aber auch nur etwas, was Frau im Sommer ausprobieren sollte. Bei der Kälte jetzt nehme ich lieber meinen schönen dicken kuscheligen Schlafanzug und warme Socken mit ins Bett. Blick zum Hydepark Aber der Frühling klopft schon an die Tür. Gestern habe ich die ersten lila Krokusse den weißen Schnee durchbrechen sehen und vor ein paar Tagen auch schon Schneeglöckchen.

In London war das Wetter herrlich. Da war der Frühling schon weiter. Überall Krokusse, Osterglocken und Squirrels auf den Bäumen. Och, ich könnte sofort wieder hinfahren ...

Wir kamen am Montag den 7. Februar an und gleich ging es ins Theater. Diesmal wieder ein Mamet Stück: "A life in the Theatre" mit Patrick Stewart und Joshua Jackson. Patrick Stewart wollte ich schon immer mal auf der Bühne sehen. Der Mann hat einfach Charisma. Den meisten ist er bekannt durch seine Rolle als Jean-Luc Picard bei einer dieser "Star Trek" Serien oder aus "X-Men" - was für eine Verschwendung!

Und Joshua Jackson müßtet Ihr aus "Dawson's Creek" kennen - so steht es im Programm. Ich habe Dawson's Creek noch nicht gesehen - bin kein Fan von solchen Sachen. Schade, daß sie mit der Bühne nicht so viel verdienen. Das ist bedeutend besser als Fernsehen! Da ist viel mehr Leben drin und alles ist so nah und wirklich. Ich liebe das Theater!

Naja und David Mamet ist ja wohl bekannt - mein erstes Stück von ihm war "Edmond" mit Kenneth Branagh - genial. Ich würde fast sagen sogar besser als das hier.

"The purpose of the theatre is not primarily to deal with social issues; it's to deal with spiritual issues... I think the purpose of the theatre is not to deepen the mysteries of life, but to celebrate the mysteries of life. That's what a good play does, and that's what aPatrick Stewart & Joshua Jackson (Quelle: Programm des Theaters) good play has done for ten thousand years." - David Mamet (aus dem Programm).

Ich glaube dieser Satz von ihm beschreibt das Stück am besten: "Your life in the theatre, ... , will pass before you are aware of it. And you will realize why the old folk reminisce - it is not that they are nostalgic; they are stunned. It went so quickly." - tja, und so das ganze Leben -

Diesmal waren wir im Apollo Theatre. Wieder so ein hübsches Westendtheater. Leider hatten wir ungünstige Plätze im Rang - es gab nichts besseres mehr - das Stück war restlos ausverkauft.

Die Inszenierung (Lindsay Posner) war sehr gut und Bühnenbild (Giles Cadle) und Wechsel super gemacht. Am bestDavid Mamet (Quelle: Programm des Stücks)en gefielen mir die Bühnen auf der Bühne. Das war wirklich brillant. Das Stück wurde nie langweilig, auch wenn es nur ein Zweimannstück war. Die beiden spielten hervorragend - schön gemacht, der Kontrast zwischen Jung und Alt - John erst naiv und bewundernden gegenüber dem älteren Robert - und Robert, der eigentlich doch nicht so bewundernswert ist. John merkt das schnell und der Spieß wird umgedreht. Jung löst Alt ab, das ist der Lauf der Dinge ... und das so super in einem Theaterstück rüber gebracht - meine Hochachtung, Herr Mamet, das war eine brillante Kür! - und ich habe sie genossen.

Danach mußten wir noch zur Stagedoor - Bettina brauchte Autogramme um ihre Finanzen durch eBay ein bißchen aufzubessern. Ihre Tochter ist z.Z. sehr teuer, durch ihre englisch/ französische Schule in Amerika. Naja, und wenn sich Bettina ein Autogramm holt, dann bin ich auch mit dabei, wenn ich schon mal da bin. Langsam bekomme ich durch sie eine ganz nette Sammlung zusammen <grins> - Uli läßt das alles ganz kalt, sie betrachtete lieber das Geschehen von weitem und amüsierte sich über die verrApollo Theatre - Londonückten Fans. Da sind einigewirklich komplett verrückt. - Die Meisten hier hinten an der Stagedoor sind ja nur neugierig und wollten mal gucken und vielleicht ein Autogramm ergattern, aber es gibt einige da fragt Frau sich echt, ob die noch normal sind.  Die armen Schauspieler, kann ich da nur sagen ...

Die beiden Herren wühlten sich durch die Menschen, beide sehr nett und höflich und Dank ihrer Geduld bekam auch ich ein nettes Lächeln mit Autogramm. Finde ich wirklich sehr anständig von Euch - vielen Dank meine Herren!

 

Den nächsten Tag ließen wir ganz ruhig angehen - erst gemütlich Frühstücken und dann ausgeruht die Oxford Street plündern. Oh, die haben so tolle Sachen, da weiß Frau gar nicht, wo sie anfangen soll. Somit dachten wir, wir nehmen die Mitte und steigen bei der Bond Street aus. Dann Richtung Marble Arch Autogramm von Patrick Stewart auf meinem Ticket auf der einen Seite und auf der anderen Seite zurück, an der Bond Street vorbei zum Oxford Circus und pleite wieder zurück zur Bond Street. Das hat sich gelohnt - für uns und noch mehr für die Ladeninhaber ;-) Uli versuchte mich zwar zwischendurch zur Abwechslung dauernd in ein Starbuck's zu ziehen, aber, wenn ich erst mal beim Einkaufen bin, vergesse ich alles und jeden um mich herum.

Nach diesem anstrengenden Tag hatten wir uns unsere "Fish and Chips" im "Swan" redlich verdient. Ach war das wieder herrlich! Ich liebe es Abends gemütlich mit meinen Freunden im Pub zu sitzen, bei einem ... oder zwei ... oder drei .... Pint of Beer und über alles Mögliche zu palavern. Da macht das Leben rPatrick Stewartichtig Spaß - oh wie gut es uns doch ging an diesem Abend und wir hatten noch eine herrliche und aufregende Woche vor uns. Was will Frau da mehr? Es kann gar nichts besseres geben!

-- doch, es kann noch etwas Besseres geben, z.B. den "London Critics' Circle Film Award" im "Dorchester". Was für ein wunderbares nobles Hotel. Da möchte Frau gern mal eine Nacht drin verbringen.

Wie immer ließen wir es uns nicht entgehen wenigstens einmal im Jahr mit dem Taxi vor so einem noblen Hotel vorzufahren, damit der nette Portier uns die Tür aufhalten und beim Aussteigen seinen Arm leihen konnte - wow! da fühlt sich Frau so richtig als Frau - jahhhhh, das könnte sie immer haben wollen.

Wir schritten elegant durch das wunderschöne Foyer, um Phil, den  Clubleiter des LTRC in der Bar zu treffen. Der hatte sich besonders schick gemacht, denn er erwartete diesmal seine Freundin - hehe - nein, noch nicht, ich bin zu schnell ... er erwartete die Frau, die er gern als Freundin hätte <grins> .... und das wird auch noch was. Die beiden haben so schön geturtelt ... und gut, daß er kein Deutsch und nicht lesen kann, was ich gerade so locker vom Hocker hier über ihn schreibe... aber es war wirJoshua Jacksonklich so goldig ... wie in einem Liebesroman - schööööön :-) Ich hoffe sehr, es wird was mit den beiden.

Dann mußten wir auch bald aufbrechen zum Ballroom Entrance, wieder durch die wartenden Fans und die vielen Fotographen hindurch, die Gott sei Dank nichts von uns wollten (da kann Frau ja richtig Angst bekommen, bei dem Gedränge um den roten Teppich) und weiter zum Sektempfang. PROST auf deProgrammn Abend und hinein ins Gewühl! An Samantha Bond nebst Family vorbei zur Gästeliste um herauszubekommen, an welchem Tisch wir saßen. Beim Suchen nach unserem Tisch entdeckten wir noch Martin Scorsese und (muß ich noch mal Uli fragen, ich blicke bei der Prominenz immer noch nicht so richtig durch) - Seufz, leider war mein Mr. Big an dem Abend nicht mit dabei. Ich hätte wetten können, ich treffe ihn wieder, war bis jetzt immer so, aber nein, der hatte wohl etwas anderes zu tun :-( Dafür haben wir diesmal einen etwas kleineren und zarteren Burschen getroffen, der meinte er wäre Produzent und stellte uns seinen Stars aus "My Summer of Love" vor. Die waren wirklich ganz nett. Ich verstand nur die Hälfte mit meinen dürftigen Englischkenntnissen, aber Uli ließ sich die ganze Geschichte erzählen bis es soweit kam, das er uns zur "Berlinale" einlud um seinen Film zu sehen - hehe - herrlich. Das wäre bestimmt interessant geworden, wenn wir dafür Zeit gehabt hätten.  Im Übrigen hat der Film dieses Jahr einiges abgeräumt. In unserem Fall war das "British Newcomer Of The Year: Natalie Press" und "British Director Of The Year: Pawel Pawlikowski".

Natalie Press hatte er uns ja vorher vorgestellt und sie ist schon einverrücktes Mädel, ein bißchen schrill, aber sehr sympathisch. Schade, daß es mit der "Berlinale" nicht geklappt hat, wäre bestimmt lustig geworden.

So nach zwei Gläsern Sekt auf nüchternen Magen, war es dann auch hier lustig geworden und wir waren froh etwas zu essen zu bekommen. Naja, zumindest ein paar Häppchen, denn vor dem Essen gab es erst mal die Verleihung der diversen Preise und das sogar ohne Werbepause - LOL - Bettinas Tochter ist in L.A. bei einer Familie untergebracht, wo der Papa einen Oscar für irgendwelche Technik von "Dune" bekommen hat und die Zeremonie soll so langweilig gewesen sein, da sie dauernd wegen der Webung unterbrechen mußten - hehehe. Die armen Schauspieler und Filmleute. Da sehen sie mal, was wir Zuschauer so alles aushalten müssen. Also ist der Oscar in L.A. wohl nix und wir gehen doch lieber zum Critic's Circle Film Award nach London ;-)

Das Dinner war wie immer perfekt und diesmal war im "Goody Pack" eine Kamera zum Fotos machen - super - da konnte Frau doch mal so zwischendurch auch ein paar schießen.  Die Atmosphäre war so herrlich und ich fühlte mich richtig wohl zwischen den ganzen Regisseuren, Produzenten, Filmkritikern, Stars und Sternchen und toll angezogenen Frauen und Männern im Smoking - uhhh ja, ich denke, das machen wir nächstes Jahr Hapimag auf alle Fälle wieder.

Irgendwann in der Nacht zogen wir heim in unser Hapimag Appartement am Hyde Park und das Leben war so schön :-) Ich weiß gar nicht, wie ich meiner Freude Ausdruck verleihen soll. Vielen Dank für dieses herrliche Leben!!!

 

Ein weiteres Highlight dieser Woche war Michael Grandages "Don Carlos" im Gielgud Theatre. Und DAS! war der absolute Höhepunkt in unserer diesmaligen kulturellen Odyssee. Wir haben uns kurzfristig entschlossen. Das Gielgud Theatre war gleich neben dem Apollo und so sahen wir die Reklameschilder auf dem Dach und das brachte uns auf die Idee. Ja, ich wollte schon immer mal Schiller in Englisch sehen ;-)

Das war wirklich eine gute Idee. Da kam Stimmung rüber. Schon der Anfang war exzellent. Der ganze Zuschauersaal war vernebelt und es roch nach "Weihrauch". Auf der Bühne schwang ein riesen Weihrauchgefäß hin und her und verbreitete diese Programm zu Don Carlos merkwürdige Atmosphäre. Wir saßen zwar ziemlich weit hinten, hatten aber trotzdem eine sehr gute Sicht.

Das ganze Stück spielte in diesen unheimlichen Nebel, alles war grau in grau. Aus diesem grau in grau tauchte König Philipp auf. Derek Jacobi hatte einen erstklassigen Auftritt. Der war perfekt für die Rolle, sehr dominant - schon damals, als er uns in Sheffield im Hotel den Weg zum Fahrstuhl abschnitt. .... und überhaupt haben sie die Schauspieler sehr gut ausgesucht. Auch Richard Coyle, der Kleine aus "Coupling", spielte super seinen Sohn Don Carlos.

Super Kostüme und ein erstklassiges Bühnenbild brachten dieses Theatervergnügen zur Perfektion. Ich fühlte mich wirklich in diese alte Zeit zurückversetzt. Was mir am besten gefiel, waren die Lichteffekte auf der Bühne und die Bühnenbildwechsel, welche sie hinter die Lichteffekte versteckten. Wirklich super gemacht. Michael Grandage und seine Crew haben wirklich was drauf. Die Bühne und der gesamte Zuschauersaal waren düster und unheimlich. Das Stück zog mich mit seiner ganzen Kraft in seinen Bann. Ich traute mich gar nicht Luft zu holen, nur ab und zu mal kam mir ein anderer netter Gedanke in den Sinn - der ganz und gar nichts mit diesem grandiosen Stück zu tun hatte aber mir so gut gefiel, daß er immer wieder hoch kam und ab und zu mal dominierte...

 

"Der Mann steht immer noch im Zentrum allen weiblichen Bestrebens."  .... habe den Satz gerade in der "Zeit" gelesen. Na wie passend wieder zu meinen Gedanken ;-) Er stand in einem Artikel über Emanzipation von Jana Hensel. Sie hat damit jetzt nicht das gemeint, was ich gerade dachte. Aber mit dem was sie meinte hat sie recht, nur denke ich da lieber an Anderes und nicht an "... Frauen unter 40, die (ihre) eigene Unabhängigkeit scheinbar freiwillig und höchst vergnügt aufgeben.." und das sind nach ihrem Bericht 70 % der Frauen - oops, somit stelle ich gerade fest, daß ich mit meiner Unabhängigkeit wohl nicht so normal bin, wie ich dachte und daß ich zu der 30%igen Minderheit gehöre, die bei "Mann" nicht an Kinder und Küche denken.

Und wenn ich mir meine nähere Umgebung noch ein bißchen genauer betrachte, stelle ich fest, daß Mann bei "Küche und Kindern" aber auch den Kürzeren zieht, denn der oben genannte Satz ändert sich sofort, sobald er Papa wird, denn dann heißt er nämlich: "Das Kind steht immer noch im Zentrum allen weiblichen Bestrebens." Pech gehabt, da ist er jetzt wohl außen vor! Vorbei mit den schönen Spielen, jetzt kommt der Ernst des Lebens ... hmmm. Da sollte er sich jetzt schnell ein anderes Hobby suchen, sowas wie "Arbeit bis Nachts im Büro". Aber übertreiben sollte er das natürlich nicht, denn Frau kann dann ganz schnell quengelig werden. Nur Pflichten und kein Vergnügen mehr ....  - ja gut, ich sehe das jetzt alles wieder völlig falsch. Natürlich ist es nicht so, denn ich zu den 30% gehörenden habe natürlich nicht die geringste Ahnung von solchen Dingen und sollte mich mehr damit beschäftigen und mich nicht dauernd nur für Politik, Wirtschaft und Technik interessieren. DAS sind die Frauenthemen, wie Jana Hensel beschreibt:

"Schaut man sich an, was Frauen jeden Alters heute in Büchern und Zeitschriften lesen, was sie konsumieren, wenn sie ins Kino gehen oder das Fernsehen einschalten,.... . Man blickt in die bunten Bilder der Frauenmagazine wie in einen großen, leeren Kleiderschrank, in dem nichts hängt außer dem Hochzeitskleid aus den noch glücklichen Fünfzigern und der alte Sommermantel der Emanzipation. Ansonsten gähnt Leere.

>> Projekt große Liebe! - raus aus den alten Mustern! Neue Strategien, um jetzt wirklich den Richtigen zu finden <<. Das ist nur eine von ziemlich wahllos zusammengesuchten Headlines der Woman, Cosmopolitan, Elle, Glamour, Brigitte, Brigitte Kultur und Young Miss (sieben von 85 deutschen Frauentiteln)." und schon wieder schweben die 30% über mir. Noch nie in meinem Leben habe ich solch eine Frauenzeitschrift angefaßt. Noch nicht einmal am Kiosk auf dem Flughafen, als ich auf der Suche nach dem "Spiegel" oder der "Financial Times" war ;-) An den Titeln, die Jana Hensel hier dann zitierte sehe ich, daß ich da auch nichts verpaßt habe. Ist echt lustig: " ... aus dem letzten Monat: >>Test: Wie lange bin ich noch Single?<<, >> 35 heiße Tipps für sexy Nägel <<, >> Dein Horoskop für 2005. Liebe, Glück, Erfolg: Was die Sterne verraten<< , >> Schlumpflieder & Co. Die 10 schnellsten Schminktricks bei kleinen Schönheitsfehlern<< , >> Test: Wieviel Sexbombe steckt in ihnen?<< , >> Das Geheimnis der Schönheit. Ein Gespräch mit Fritzi Haberlandt<< , >> Die neue Job-Diät: Wenig Zeit? Immer am Schreibtisch? So nehmen sie trotzdem ab<< , >> SEX. Das macht ihn an: a) wenn sie ihm vertrauen, b) wenn er nicht nachdenken muß, c) wenn er kuscheln darf (später)<<." Leider fällt mir jetzt das Smiley Zeichen für "Kotz" nicht ein, sonst würde ich das jetzt hier benutzen.

... und noch eins, was mir aus dem Artikel gefällt über den 50. Geburtstag der Zeitschrift "Brigitte": "...Nur einmal steht nicht >> Jetzt kommt die neue Mode!<< oder >> Die neue Brigitte-Diät<< auf dem Cover. Stattdessen dürfen Maybrit Illner, Gabriele Strehle, Nina Hoss, Charlotte Roche oder Rita Süssmuth und andere schlaue Fragen an die Redakteure stellen: 19 erfolgreiche deutsche Frauen, die nicht da wären, wo sie sind, hätten sie auf 'Brigitte' gehört."

 

Oh! Irgendwie bin ich doch ein klein wenig vom Thema abgekommen, aber der Artikel hat mich ein bißchen gefangen und nun habe ich eigentlich auch keine Lust mehr zum Weiterschreiben und denke lieber ein bißchen an das Zentrum meines weiblichen Bestrebens .... und keine Sorge, liebe Jana Hensel, mein weibliches Bestreben in diese Richtung meint ganz bestimmt nicht die Aufgabe einer Karriere für Yoga, Wellness, Herd und Kinder.

 

Gute Nacht,

Eure Jana