A Life in the Theatre
.... ja,
manchmal kommt es mir so vor, als ob sich das ganze Leben nur im Theater
abspielt. Die ganzen verrückten und unvernünftigen Sachen, die man tut - alles
Theater? --- Ich liebe Theater :-) Nein, ich bin nicht nur unvernünftig. Es gibt
auch ein paar Situationen, wo ich durchaus sehr bodenständig bin. Wenn ich mir
das recht überlege, ist das sogar die meiste Zeit meines Lebens. Ich bin also
brav - bin ich brav? <grins> ich bin brav, aber nicht immer und ich brauche
manchmal eben ein bißchen Abenteuer. Da reichen schon die kleinen Sachen, wie
ein einwöchiger Trip mit meinen Freundinnen nach London. Wo Frau sich so ganz
Frauenthemen widmen kann. ..... bitte? Kinder und Küche? Also Jungs, wo lebt Ihr
denn? ... aber träumt ruhig weiter.... Nein, ich glaube, da sind wir nicht anders als
Männer - ok, wir sind ganz Frau, wenn wir ins Theater gehen und uns hübsch
machen für den Film Critics Award. Aber wir gehen auch gern mal zum Bier trinken
in den Pub und so nach ein zwei Bier unterhalten wir uns auch über Männer und
unsere Ideen diesbezüglich. Und wir waren in einem Sexshop - grins - ok, ich muß
zugeben, das war das erste mal in meinem Leben, daß ich in einem Sexshop war.
Aber herrlich, was für ein Spaß - das ist auch nur passiert, als wir ein bißchen
Ruhe vor dem chinesischen Neujahrsfest suchten und in Soho gelandet sind. Die
beiden Verkäufer haben sich redlich um uns bemüht - oh man, was die uns alles
verkaufen wollten - unglaublich, was es da so alles gibt...... nein, ich
glaube, ich erzähle Euch
das hier nicht, denn meine Seite ist eigentlich
jugendfrei ;-) ... aber ich hätte die Kondome mit Erdbeergeschmack mitnehmen
sollen - hehehe, oder die mit den Noppen und Erdbeergeschmack.
Ich muß jetzt
sogar noch darüber lachen - ich habe es noch nie mit so einem Ding probiert -
hmmm - Hat das von Euch schon mal jemand getestet? Freundin Uli meinte nur,
fluoreszierend kommt auch gut, da sieht man im Dunkeln sämtliche Fingerabdrücke,
an den Wänden, am Bett, am Lacken - herrlich - es leuchtet - hehehe. Ok, Jana
benimm Dich, Du wolltest hier seriös über den Film Critics Award schreiben und
über die beiden Theaterstücke, die wir uns angesehen haben - ach ja und einmal
Kino war auch noch drin.... und natürlich Shopping ... wo wir gerade bei Sex
sind, ich habe mir ein tolles Neglige gekauft - konnte einfach nicht
widerstehen. Diesmal ein Schwarzes, an den Seiten nur durch ein Bändchen
gesichert und hübsche schwarze Spitze. Sieht sehr verführerisch aus :-) Aber
auch nur etwas, was Frau im Sommer ausprobieren sollte. Bei der Kälte jetzt
nehme ich lieber meinen schönen dicken kuscheligen Schlafanzug und warme Socken mit ins
Bett.
Aber der Frühling klopft schon an die Tür. Gestern habe ich die ersten
lila Krokusse den weißen Schnee durchbrechen sehen und vor ein paar Tagen auch
schon Schneeglöckchen.
In London war das Wetter herrlich. Da war der Frühling schon weiter. Überall Krokusse, Osterglocken und Squirrels auf den Bäumen. Och, ich könnte sofort wieder hinfahren ...
Wir kamen am
Montag den 7. Februar an und gleich ging es ins Theater. Diesmal wieder ein
Mamet Stück: "A life in the Theatre" mit Patrick Stewart und Joshua Jackson.
Patrick Stewart wollte ich schon immer mal auf der Bühne sehen. Der Mann hat
einfach Charisma. Den meisten ist er bekannt durch seine Rolle als Jean-Luc
Picard bei einer dieser "Star Trek" Serien oder aus "X-Men" - was für eine
Verschwendung!
Und Joshua Jackson müßtet Ihr aus "Dawson's Creek" kennen - so steht es im Programm. Ich habe Dawson's Creek noch nicht gesehen - bin kein Fan von solchen Sachen. Schade, daß sie mit der Bühne nicht so viel verdienen. Das ist bedeutend besser als Fernsehen! Da ist viel mehr Leben drin und alles ist so nah und wirklich. Ich liebe das Theater!
Naja und David Mamet ist ja wohl bekannt - mein erstes Stück von ihm war "Edmond" mit Kenneth Branagh - genial. Ich würde fast sagen sogar besser als das hier.
"The purpose
of the theatre is not primarily to deal with social issues; it's to deal with
spiritual issues... I think the purpose of the theatre is not to deepen the
mysteries of life, but to celebrate the mysteries of life. That's what a good
play does, and that's what a
good play has done for ten thousand years." -
David Mamet (aus dem Programm).
Ich glaube dieser Satz von ihm beschreibt das Stück am besten: "Your life in the theatre, ... , will pass before you are aware of it. And you will realize why the old folk reminisce - it is not that they are nostalgic; they are stunned. It went so quickly." - tja, und so das ganze Leben -
Diesmal waren wir im Apollo Theatre. Wieder so ein hübsches Westendtheater. Leider hatten wir ungünstige Plätze im Rang - es gab nichts besseres mehr - das Stück war restlos ausverkauft.
Die
Inszenierung (Lindsay Posner) war sehr gut und Bühnenbild (Giles Cadle) und
Wechsel super gemacht. Am best
en gefielen mir die Bühnen auf der Bühne. Das war
wirklich brillant. Das Stück wurde nie langweilig, auch wenn es nur ein
Zweimannstück war. Die beiden spielten hervorragend - schön gemacht, der
Kontrast zwischen Jung und Alt - John erst naiv und bewundernden gegenüber dem
älteren Robert - und Robert, der eigentlich doch nicht so bewundernswert ist.
John merkt das schnell und der Spieß wird umgedreht. Jung löst Alt ab, das ist
der Lauf der Dinge ... und das so super in einem Theaterstück rüber gebracht -
meine Hochachtung, Herr Mamet, das war eine brillante Kür! - und ich habe sie
genossen.
Danach mußten
wir noch zur Stagedoor - Bettina brauchte Autogramme um ihre Finanzen durch eBay
ein bißchen aufzubessern. Ihre Tochter ist z.Z. sehr teuer, durch ihre englisch/
französische Schule in Amerika. Naja, und wenn sich Bettina ein Autogramm holt,
dann bin ich auch mit dabei, wenn ich schon mal da bin. Langsam bekomme ich
durch sie eine ganz nette Sammlung zusammen <grins> - Uli läßt das alles ganz
kalt, sie betrachtete lieber das Geschehen von weitem und amüsierte sich über
die verr
ückten Fans. Da sind einigewirklich komplett verrückt. - Die Meisten
hier hinten an der Stagedoor sind ja nur neugierig und wollten mal gucken und
vielleicht ein Autogramm ergattern, aber es gibt einige da fragt Frau sich echt,
ob die noch normal sind. Die armen Schauspieler, kann ich da nur sagen ...
Die beiden Herren wühlten sich durch die Menschen, beide sehr nett und höflich und Dank ihrer Geduld bekam auch ich ein nettes Lächeln mit Autogramm. Finde ich wirklich sehr anständig von Euch - vielen Dank meine Herren!
Den nächsten
Tag ließen wir ganz ruhig angehen - erst gemütlich Frühstücken und dann
ausgeruht die Oxford Street plündern. Oh, die haben so tolle Sachen, da weiß
Frau gar nicht, wo sie anfangen soll. Somit dachten wir, wir nehmen die Mitte
und steigen bei der Bond Street aus. Dann Richtung Marble Arch
auf der einen
Seite und auf der anderen Seite zurück, an der Bond Street vorbei zum Oxford
Circus und pleite wieder zurück zur Bond Street. Das hat sich gelohnt - für uns
und noch mehr für die Ladeninhaber ;-) Uli versuchte mich zwar zwischendurch zur
Abwechslung dauernd in ein Starbuck's zu ziehen, aber, wenn ich erst mal beim
Einkaufen bin, vergesse ich alles und jeden um mich herum.
Nach diesem
anstrengenden Tag hatten wir uns unsere "Fish and Chips" im "Swan" redlich
verdient. Ach war das wieder herrlich! Ich liebe es Abends gemütlich mit meinen
Freunden im Pub zu sitzen, bei einem ... oder zwei ... oder drei .... Pint of
Beer und über alles Mögliche zu palavern. Da macht das Leben r
ichtig Spaß - oh
wie gut es uns doch ging an diesem Abend und wir hatten noch eine herrliche und
aufregende Woche vor uns. Was will Frau da mehr? Es kann gar nichts besseres
geben!
-- doch, es kann noch etwas Besseres geben, z.B. den "London Critics' Circle Film Award" im "Dorchester". Was für ein wunderbares nobles Hotel. Da möchte Frau gern mal eine Nacht drin verbringen.
Wie immer ließen wir es uns nicht entgehen wenigstens einmal im Jahr mit dem Taxi vor so einem noblen Hotel vorzufahren, damit der nette Portier uns die Tür aufhalten und beim Aussteigen seinen Arm leihen konnte - wow! da fühlt sich Frau so richtig als Frau - jahhhhh, das könnte sie immer haben wollen.
Wir schritten
elegant durch das wunderschöne Foyer, um Phil, den Clubleiter des LTRC in
der Bar zu treffen. Der hatte sich besonders schick gemacht, denn er erwartete
diesmal seine Freundin - hehe - nein, noch nicht, ich bin zu schnell ... er
erwartete die Frau, die er gern als Freundin hätte <grins> .... und das wird
auch noch was. Die beiden haben so schön geturtelt ... und gut, daß er kein
Deutsch und nicht lesen kann, was ich gerade so locker vom Hocker hier über ihn
schreibe... aber es war wir
klich so goldig ... wie in einem Liebesroman -
schööööön :-) Ich hoffe sehr, es wird was mit den beiden.
Dann mußten wir
auch bald aufbrechen zum Ballroom Entrance, wieder durch die wartenden Fans und
die vielen Fotographen hindurch, die Gott sei Dank nichts von uns wollten (da
kann Frau ja richtig Angst bekommen, bei dem Gedränge um den roten Teppich) und
weiter zum Sektempfang. PROST auf de
n Abend und hinein ins Gewühl! An Samantha
Bond nebst Family vorbei zur Gästeliste um herauszubekommen, an welchem Tisch
wir saßen. Beim Suchen nach unserem Tisch entdeckten wir noch Martin Scorsese
und (muß ich noch mal Uli fragen, ich blicke bei der
Prominenz immer noch nicht so richtig durch) - Seufz, leider war
mein Mr. Big an dem Abend nicht mit dabei. Ich hätte wetten können, ich treffe
ihn wieder, war bis jetzt immer so, aber nein, der hatte wohl etwas anderes zu
tun :-( Dafür haben wir diesmal einen etwas kleineren und zarteren Burschen
getroffen, der meinte er wäre Produzent und stellte uns seinen Stars aus "My
Summer of Love" vor. Die waren wirklich ganz nett. Ich verstand nur die Hälfte
mit meinen dürftigen Englischkenntnissen, aber Uli ließ sich die ganze
Geschichte erzählen bis es soweit kam, das er uns zur "Berlinale" einlud um seinen Film
zu sehen - hehe - herrlich. Das wäre bestimmt interessant geworden, wenn wir
dafür Zeit gehabt hätten. Im Übrigen hat der Film dieses Jahr einiges
abgeräumt. In unserem Fall war das "British Newcomer Of The Year: Natalie Press"
und "British Director Of The Year: Pawel
Pawlikowski".
Natalie Press hatte er uns ja vorher vorgestellt und sie ist schon einverrücktes Mädel, ein bißchen schrill, aber sehr sympathisch. Schade, daß es mit der "Berlinale" nicht geklappt hat, wäre bestimmt lustig geworden.
So nach zwei
Gläsern Sekt auf nüchternen Magen, war es dann auch hier lustig geworden und wir
waren froh etwas zu e
ssen zu bekommen. Naja, zumindest ein paar Häppchen, denn
vor dem Essen gab es erst mal die Verleihung der diversen Preise und das sogar
ohne Werbepause - LOL - Bettinas Tochter ist in L.A. bei einer Familie
untergebracht, wo der Papa einen Oscar für irgendwelche Technik von "Dune"
bekommen hat und die Zeremonie soll so langweilig gewesen sein, da sie dauernd
wegen der Webung unterbrechen mußten - hehehe. Die armen Schauspieler und
Filmleute. Da sehen sie mal, was wir Zuschauer so alles aushalten müssen. Also
ist der Oscar in L.A. wohl nix und wir gehen doch lieber zum Critic's Circle
Film Award nach London ;-)
Das Dinner war
wie immer perfekt und diesmal war im "Goody Pack" eine Kamera zum Fotos machen -
super - da konnte Frau doch mal so zwischendurch auch ein paar schießen.
Die Atmosphäre war so herrlich und ich fühlte mich richtig wohl zwischen den
ganzen Regisseuren, Produzenten, Filmkritikern, Stars und Sternchen und toll
angezogenen Frauen und Männern im Smoking - uhhh ja, ich denke, das machen wir
nächstes Jahr
auf alle Fälle wieder.
Irgendwann in der Nacht zogen wir heim in unser Hapimag Appartement am Hyde Park und das Leben war so schön :-) Ich weiß gar nicht, wie ich meiner Freude Ausdruck verleihen soll. Vielen Dank für dieses herrliche Leben!!!
Ein weiteres Highlight dieser Woche war Michael Grandages "Don Carlos" im Gielgud Theatre. Und DAS! war der absolute Höhepunkt in unserer diesmaligen kulturellen Odyssee. Wir haben uns kurzfristig entschlossen. Das Gielgud Theatre war gleich neben dem Apollo und so sahen wir die Reklameschilder auf dem Dach und das brachte uns auf die Idee. Ja, ich wollte schon immer mal Schiller in Englisch sehen ;-)
Das war
wirklich eine gute Idee. Da kam Stimmung rüber. Schon der Anfang war exzellent.
Der ganze Zuschauersaal war vernebelt und es roch nach "Weihrauch". Auf der
Bühne schwang ein riesen Weihrauchgefäß hin
und her und verbreitete diese
merkwürdige Atmosphäre. Wir saßen zwar ziemlich
weit hinten, hatten aber trotzdem eine sehr gute Sicht.
Das ganze Stück spielte in diesen unheimlichen Nebel, alles war grau in grau. Aus diesem grau in grau tauchte König Philipp auf. Derek Jacobi hatte einen erstklassigen Auftritt. Der war perfekt für die Rolle, sehr dominant - schon damals, als er uns in Sheffield im Hotel den Weg zum Fahrstuhl abschnitt. .... und überhaupt haben sie die Schauspieler sehr gut ausgesucht. Auch Richard Coyle, der Kleine aus "Coupling", spielte super seinen Sohn Don Carlos.
Super Kostüme
und ein erstklassiges Bühnenbild brachten dieses Theatervergnügen zur
Perfektion. Ich fühlte mich wirklich in diese alte Zeit zurückversetzt. Was mir
am besten gefiel, waren die Lichteffekte auf der Bühne und die Bühnenbildwechsel,
welche sie hinter die Lichteffekte versteckten. Wirklich super gemacht. Michael
Grandage und seine Crew haben wirklich was drauf. Die Bühne und der gesamte
Zuschauersaal waren düster und unheimlich. Das Stück zog mich mit seiner ganzen
Kraft in seinen Bann. Ich traute m
ich gar nicht Luft zu holen, nur ab und zu mal
kam mir ein anderer netter Gedanke in den Sinn - der ganz und gar nichts mit
diesem grandiosen Stück zu tun hatte aber mir so gut gefiel, daß er immer wieder
hoch kam und ab und zu mal dominierte...
"Der Mann steht immer noch im Zentrum allen weiblichen Bestrebens." .... habe den Satz gerade in der "Zeit" gelesen. Na wie passend wieder zu meinen Gedanken ;-) Er stand in einem Artikel über Emanzipation von Jana Hensel. Sie hat damit jetzt nicht das gemeint, was ich gerade dachte. Aber mit dem was sie meinte hat sie recht, nur denke ich da lieber an Anderes und nicht an "... Frauen unter 40, die (ihre) eigene Unabhängigkeit scheinbar freiwillig und höchst vergnügt aufgeben.." und das sind nach ihrem Bericht 70 % der Frauen - oops, somit stelle ich gerade fest, daß ich mit meiner Unabhängigkeit wohl nicht so normal bin, wie ich dachte und daß ich zu der 30%igen Minderheit gehöre, die bei "Mann" nicht an Kinder und Küche denken.
Und wenn ich
mir meine nähere Umgebung noch ein bißchen genauer betrachte, stelle ich fest,
daß Mann bei "Küche und Kindern" aber auch den Kürzeren zieht, denn der oben
genannte Satz ändert sich sofort, sobald er Papa wird, denn dann heißt er
nämlich: "Das Kind steht i
mmer noch im Zentrum allen weiblichen Bestrebens."
Pech gehabt, da ist er jetzt wohl außen vor! Vorbei mit den schönen Spielen,
jetzt kommt der Ernst des Lebens ... hmmm. Da sollte er sich jetzt schnell ein
anderes Hobby suchen, sowas wie "Arbeit bis Nachts im Büro". Aber übertreiben
sollte er das natürlich nicht, denn Frau kann dann ganz schnell quengelig
werden. Nur Pflichten und kein Vergnügen mehr .... - ja gut, ich sehe das
jetzt alles wieder völlig falsch. Natürlich ist es nicht so, denn ich zu den 30%
gehörenden habe natürlich nicht die geringste Ahnung von solchen Dingen und
sollte mich mehr damit beschäftigen und mich nicht dauernd nur für Politik,
Wirtschaft und Technik interessieren. DAS sind die Frauenthemen, wie Jana Hensel
beschreibt:
"Schaut man sich an, was Frauen jeden Alters heute in Büchern und Zeitschriften lesen, was sie konsumieren, wenn sie ins Kino gehen oder das Fernsehen einschalten,.... . Man blickt in die bunten Bilder der Frauenmagazine wie in einen großen, leeren Kleiderschrank, in dem nichts hängt außer dem Hochzeitskleid aus den noch glücklichen Fünfzigern und der alte Sommermantel der Emanzipation. Ansonsten gähnt Leere.
>> Projekt große Liebe! - raus aus den alten Mustern! Neue Strategien, um
jetzt wirklich den Richtigen zu finden <<. Das ist nur eine von ziemlich wahllos
zusammengesuchten Headlines der Woman, Cosmopolitan, Elle, Glamour, Brigitte,
Brigitte Kultur und Young Miss (sieben von 85 deutschen Frauentiteln)."
und
schon wieder schweben die 30% über mir. Noch nie in meinem Leben habe ich solch
eine Frauenzeitschrift angefaßt. Noch nicht einmal am Kiosk auf dem Flughafen,
als ich auf der Suche nach dem "Spiegel" oder der "Financial Times" war ;-) An
den Titeln, die Jana Hensel hier dann zitierte sehe ich, daß ich da auch nichts
verpaßt habe. Ist echt lustig: " ... aus dem letzten Monat: >>Test: Wie lange
bin ich noch Single?<<, >> 35 heiße Tipps für sexy Nägel <<, >> Dein Horoskop
für 2005. Liebe, Glück, Erfolg: Was die Sterne verraten<< , >> Schlumpflieder &
Co. Die 10 schnellsten Schminktricks bei kleinen Schönheitsfehlern<< , >> Test:
Wieviel Sexbombe steckt in ihnen?<< , >> Das Geheimnis der Schönheit. Ein
Gespräch mit Fritzi Haberlandt<< , >> Die neue Job-Diät: Wenig Zeit? Immer am
Schreibtisch? So nehmen sie trotzdem ab<< , >> SEX. Das macht ihn an: a) wenn
sie ihm vertrauen, b) wenn er nicht nachdenken muß, c) wenn er kuscheln darf
(später)<<." Leider fällt mir jetzt das Smiley Zeichen für "Kotz" nicht ein,
sonst würde ich das jetzt hier benutzen.
... und noch eins, was mir aus dem Artikel gefällt über den 50. Geburtstag der Zeitschrift "Brigitte": "...Nur einmal steht nicht >> Jetzt kommt die neue Mode!<< oder >> Die neue Brigitte-Diät<< auf dem Cover. Stattdessen dürfen Maybrit Illner, Gabriele Strehle, Nina Hoss, Charlotte Roche oder Rita Süssmuth und andere schlaue Fragen an die Redakteure stellen: 19 erfolgreiche deutsche Frauen, die nicht da wären, wo sie sind, hätten sie auf 'Brigitte' gehört."
Oh! Irgendwie bin ich doch ein klein wenig vom Thema abgekommen, aber der Artikel hat mich ein bißchen gefangen und nun habe ich eigentlich auch keine Lust mehr zum Weiterschreiben und denke lieber ein bißchen an das Zentrum meines weiblichen Bestrebens .... und keine Sorge, liebe Jana Hensel, mein weibliches Bestreben in diese Richtung meint ganz bestimmt nicht die Aufgabe einer Karriere für Yoga, Wellness, Herd und Kinder.
Gute Nacht,
Eure Jana
