
Schnitzeljagd
= Jagdreiten, bei dem die zu verfolgenden (1-3) Reiter ("Füchse")
ihre Fährte durch Papierschnitzel markieren.
So erklärte es Meyers Lexikon
1929, also in der Zeit, als das Bauhaus in Dessau gerade entstanden war und wo
auch Dessau noch nicht mit Roßlau zusammengelegt ward.
Gut, wir hatten nun keine Pferde mehr, sondern ein Auto und unsere Schnitzel waren keine Papierschnitzel sondern die verstreuten brauchbaren oder weniger brauchbaren Hinweise auf der Suche nach dem Elbe-Werk Roßlau. Aber sonst stimmt die Erklärung schon. Den Samstag verbrachten wir also neben der Führung im Kornhaus und dem Nils Landgren Konzert im Elbe-Werk Roßlau mit der eher unfreiwilligen Besichtigung Roßlaus, was sich aber letztendlich durchaus als interessant und spannend erwies. Ohne unsere Schnitzeljagd nach dem Elbe-Werk und somit letztendlich nach Nils Landgren wären wir nie auf die Idee gekommen uns Roßlau näher anzusehen. Ein Ort, der jetzt Dessau zugeordnet wurde und der vermutlich noch nicht einmal eine eigene Karte besitzt. Wir dachten schon, dass es den Ort vielleicht gar nicht wirklich gibt, denn auf den Karten, die in Dessau aufgehängt waren und wo auch überall Dessau-Roßlau drauf stand, endete Dessau-Roßlau immer an der Elbe. Danach gab es nur noch dunkle Stellen, die mysteriöse Überlegungen in uns hervorriefen. Was ist, wenn Roßlau gar nicht wirklich existiert? Wenn es nur von Dessau erfunden wurde um mehr Geld für die Stadt zu erschleichen? Was wird dann aus dem Konzert des Abends? Wo würde uns der Shuttlebus hinbringen? Im Programmheft endete die Karte ebenso an den Grenzen der Stadt Dessau und man hört sehr oft, dass manche Städte gar nicht existieren, auch wenn immer irgendwo erwähnt --> siehe Bielefeldverschwörung.... Zweifel stiegen in uns auf und wir beschlossen der Sache nach dem Besuch im Kornhaus genauer auf den Grund zu gehen.
Bauhaus, Staatliches, in Weimar, eine 1919 als Nachfolgerin der ehemaligen Großherzoglichen Kunstschule in Weimar gegründete Kunstgewerbeschule, die nach ihrem Leitsatz "die Wiedervereinigung aller werkkünstlerischen Disziplinen zu einer neuen Baukunst" anstrebt. Die Arbeiten der Angehörigen des Bauhauses bedeuten kein Aufbauen auf dem Vorangegangenen, keinen Fortschritt, sondern eine Rückkehr zum "Primitiven" und stoßen deshalb in weiten Kreisen auf heftigen Widerspruch.*
Trotz des
"heftigen Widerspruches in weiten Kreisen", der sich allerdings mit
dem Umzug des Bauhauses nach Dessau und der immer größer werdenden
Popularität ein wenig umkehrte, ließ sich Carl Fieger nicht beirren und
reichte seinen Entwurf für das neue Kornhaus
an der Elbe 1929 zum von der Stadt ausgeschriebenen Architekturwettbewerb ein.
Merkwürdigerweise schaffte es Carl Fieger auf keine Stufe des Siegertreppchens,
aber trotzdem zum Zuschlag für seinen Entwurf, zusammen mit Hermann Baethe.
Manche sagen, es war wegen der geringeren Projektkosten, da ja
Weltwirtschaftskrise und manche sagen, da wurde wohl etwas gemauschelt - nagut -
vielleicht hatte er die besseren Beziehungen - hm. Jedenfalls hat er der Stadt
Dessau ein bauhausmäßiges und somit einheimische und internationale Touristen
anlockendes Ausflugslokal beschert, was immer noch anständig genutzt wird, auch
wenn es heute keine Stehbierhalle mehr besitzt. Das Gebäude ist bauhaustypisch
praktisch konzipiert, keine verschwenderischen Details, aber trotzdem ein
gemütliches Ambiente. Wenn man heute die Treppen zum Restaurant hinaufsteigt
und sich nebenbei die netten Garderobenständer und die merkwürdig bemalten
Wände anschaut, dann oben den verrückten Teppich entdeckt und die sehr
individuelle Einrichtung, dann steigt ein wunderbares Gefühl in einen hoch. Das
ist mal ein Restaurant, was anders ist als alle anderen. Nun war ich schon so
oft hier oben und genoss das Essen und Ambiente, aber diesmal genoss ich die
grandiose Idee der Kurt Weill Fest Veranstalter, einer Führung im Haus
beizuwohnen, natürlich auch diesmal nicht ohne vorher schnell 2 Plätze für
den Abend reservieren zu lassen.
Von außen
betrachtet ist das Kornhaus nicht in jedem Fall hübsch anzusehen. Von der
Strasse aus sieht es eher aus wie ein großer Betonklotz, was die Elbansicht
mit den rundlichen Formen der Glasfenster allerdings wieder wett macht. Gelegen
ist es natürlich hervorragend und ich denke, sobald es das Wetter zulässt, ist
auch die Terrasse mit erstklassigem Blick auf die Elbe sehr gut besucht. Wir
hatten natürlich einen kalten Regentag erwischt und konnten uns draußen so nur
noch unter den Tanzpilz retten. Die Führung, wo ich leider nicht nach dem Namen
gefragt habe, da ich annahm ich könnte ihn im Programm finden und dann hier
erwähnen, beschrieb uns, dass der aus Beton gegossene Tanzpilz eigentlich noch
mit kleinen Lampen bestückt war und dazu diente, dass sich die Tanzenden bei
Regenhuschen unter ihn retten konnten. Er ist schon etwas sehr einfach gehalten
und ist für manches Auge sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber so ist
eben der Bauhausstil, den übrigens die DDR auch wunderbar weiterpflegte (kenne
ähnliche Gebilde an diversen anderen DDR Ausflugsstellen). Das Kornhaus wurde
diesem, auch Dank den Pächtern, der Familie Heilmann, so gut es geht wieder
angepasst. Man kann sehen, dass das Kornhaus mit Liebe geführt wird und selbst
die Oberinnen passen in ihrem Outfit hervorragend zum Ambiente. Die Farben und weitestgehend
auch die Inneneinrichtigen stimmen jetzt wieder. Alles musste neu gemacht
werden, da der "Osten" das Bauwerk
damals dermaßen verschandelt
hat. Es ist jetzt wirklich ein sehr sehenswertes Bauhausgebäude und unsere
Führung erzählte und zeigte uns voller Enthusiasmus das große Ganze und
dessen Einzelheiten.
Das Ausflugslokal dicht an der Elbe, damals sogar mit etlichen Anlegestellen für Boote, bestand aus einer Stehbierhalle, einem Restaurant mit Terrasse und einem Tanzsaal, wo so mancher 1930er seinen Tanztee vielleicht auch zu Weillscher Musik einnahm. Soweit erzählt wurde legen auch jetzt noch hin und wieder Boote an und in Zukunft soll das noch mehr ausgebaut werden. Ein Zuhörer schien mehr zu wissen und meinte, dass auch die "Adler", die 1929 das erste mal am Kornhaus anlegte, hier wieder schwimmen solle. Ich stelle mir das wunderbar vor und ich denke, es lohnt sich sehr an einem warmen Frühlings- oder Sommertag mal die Dessauer Bauhausszene zu besuchen und dann schön zum Kaffee oder Abendessen auf der Kornhausterrasse den Blick auf die Elbe zu genießen. Das wäre ein wunderbarer Tagesausflug für die ganze Familie.
Schade ist nur,
dass die Wasserflugzeuge von Junkers hier nun nicht mehr starten und landen. Das
war sicherlich ein interessantes Geschehen damals für die Terrassenbesetzer.
Aber nichts desto trotz kann man an so einem schönen Ausflugstag wenn die Zeit
es dann noch erlaubt, so nach Meisterhäuser und Bauhausschule noch rüber zum
Junkers-Museum fahren und sich die Tante Ju mit samt Ausstellung ansehen. Dort
sollte man aber unbedingt nach einem alten Herren, der schon im zweiten
Weltkrieg flog, und einer Führung fragen. Von ihm bekommt man dann genau
erklärt wie die Flugzeuge zu fliegen
sind, welche Motoren wo her stammen und
deren Funktionsweise und was man so von russischen Schleudersitzen zu halten
hat, was nicht nur sehr amüsant sondern auch überaus wissenswert ist.
Irgendwie ist es schon schade, dass die alte Stehbierhalle nicht mehr existiert. Ich kann mir gut vorstellen, wie es hier damals einher ging. Die Einrichtung war Bauhaus praktisch typisch mit weißen Fliesen und runden hellen Tischen. Da Stehbierhallen wohl jetzt nicht mehr so gefragt sind, ist daraus ein Konferenzraum mit Bauhausambiente geworden mit den typischen türkiesfarbenen Vorhängen, einer wunderbaren Vorwerk Nachbildung eines Bauhausteppich, hier allerdings als Auslegwahre, mit einem Motiv von Grete Reichert. Genauso neben den Holzstühlen, wohin Bauhaus dann doch schließlich wegen der größeren Nachfrage nach althergebrachten Werten zurückverfiel, Tisch und Stuhl der Firma L&C Stendal nach einem Entwurf von Marcel Breuer. An den Wänden gewöhnungsbedürftige grau reflektierende Bauhaustapete unter bunten Wandteppichen runden das Ganze ab. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Raum als Konferenz- und Tagungszimmer sehr stilvoll einsetzbar ist.
Genauso auch
ist der Tanzsaal sehr gut nutzbar. Zum Kurt Weill Fest bietet das Kornhaus einen
Ball dort oben, an dem ich leider noch nicht die Zeit gefunden habe
teilzunehmen, der mich aber sehr interessieren würde. Ich kann mir wunderbar
vorstellen, wie dieser Saal als Tanzsaal genutzt werden kann. Eine Kapelle
spielt von der Bühne Tanzmusik live oder vielleicht auch schrägen Jazz,
welchen wir zu diesem Kurt Weill Fest überall genießen durften und die Damen
und Herren an den Tischen essen und trinken, lauschen der guten Musik und
verdauen das gute Essen ab und zu mal auf der Tanzfläche. Ich denke, es gibt
viele Musiker, die gern mal dort spielen würden und sicherlich auch nicht immer
so teuer sind und ich würde dem zu gern mal beiwohnen. Auch dieser Saal ist mit
Liebe gestaltet und lädt ein zum näher kennenlernen. Nur leider ist der
Veranstaltungsplan vom Kornhaus nicht so umfangreich und individuell. Wie wäre
es denn mal mit einem Jazzabend? Da mir die Jazzveranstaltungen zum Kurt Weill
Fest so gut gefallen haben, machte ich mich sofort auf die Suche nach weiteren
Veranstaltungen in meiner näheren Umgebung und
auch wenn ihr es nicht glauben
könnt, da gab es nichts! Garnichts! Und dabei kenne ich sehr viele Leute, die
sich für Jazz interessieren - warum ist das Angebot so mies? Könnte mir
vorstellen, dass das eine sehr schöne Sache für's Kornhaus wäre, genauso auch
Tanzveranstaltungen im Stil der 30er Jahre - hm. Warum gibt es so etwas nicht?
Keine Nachfrage? Was ist denn endlich mal für mein Alter so drin? ICH WILL
NICHT MEHR ZUR DISCO! ICH HASSE DISCO! UND ERST RECHT, WENN SIE Ü30
heißt - brrr. Ich will bitte auch ein Angebot für meine Generation - ja,
Afterworkparty ist super, wenn es denn auch eine ist und nicht SCHOOOOON
WIEDER in eine DISCO ausartet. Das geht mir einfach auch die Nerven! Ich will
keine Vollbeschallung mit billig produzierter Konservenmusik. Ich will
Qualität, ich will Individualität, ich will Stil! Ich bin kein blöder
Teenager mehr, ich bin raus aus dem Alter. Warum begreift das niemand????? Aber
vermutlich bin ich die einzige bei der das so ist und darum gibt es für mich
kein Angebot in der Tanz- und Restaurantszene - seufz.
Immerhin liefert mir das Kornhaus mit seinem Ambiente Stil und Individualität wenigstens beim Essen und ich liebe es dafür. Aber ich bin eben unersättlich und will mehr. Darum gefällt mir auch das Kurt-Weill-Fest so gut, weil das bietet mir Qualität und Stil und Individualität, aber leider, leider immer nur einmal im Jahr.
Das Kurt Weill
Fest führte mich dann auch dieses Jahr das erste Mal nach Roßlau, der
merkwürdigen Stadt, die auf den Dessau-Roßlau Karten nur als grauer Fleck
existiert. Wir begaben uns also in unergründetes
Territorium, aber wir waren
mutig und fuhren der Straßenausschilderung nach, auch weiter über die Elbe.
Wir mussten unbedingt dieses Elbe-Werk finden, denn wir wollten ja Abends zu
einem interessanten Konzert.
Bevor wir losfuhren fragten wir natürlich im unserem Hotel, dem Steigenberger Fürst Leopold, wie wir mit dem Auto dort hingelangen können. Leider kannte dort niemand das Elbe-Werk und unser Verdacht enthärtete sich, dass Roßlau gar nicht existiert. "Sie können mit dem Shuttle fahren! Das kostet nichts." Aber wir wollten nicht mir dem Shuttle fahren, wir wollten individuell anreisen, wir lieben Flexibilität.
In Dessau selbst kamen wir also nicht weiter, die Karten waren beschnitten und die Menschen wussten nichts von einem Elbe-Werk. Wir mussten uns also allein durchschlagen und die unendlichen Weiten hinter der Elbe selbst ergründen.
Es gab
deutliche Anhaltspunkte denen wir folgen konnten, es gab Straßenschilder, die
uns einen Weg nach Rosslau wiesen. Wir folgten und wirklich, es scheint zu
existieren. Wir waren erleichtert und wussten das Elbe-Werk würde
ausgeschildert sein. Jeder Ort würde das machen, denn es ist ja schließlich
ein relativ oft genutzter Veranstaltungsort. Als wir durch mehrmaliger
Roßlaudurchfahrten kein hilfreiches Schild entdeckten, wir stellten uns
sicherlich zu dumm an, erinnerten wir uns einen Hinweis zu einer
Touristeninformation entdeckt zu haben. Jawohl!
Da war es. Wir waren gerettet.
Die wissen sicherlich bescheid. Aber wie konnten wir nur denken, dass eine
Touristeninformation Samstag offen hätte. "Liebe Touristen, bitte beachten
sie die Touristenfreundlichen Öffnungszeiten (siehe Foto), falls sie sich mal
nach Roßlau verirren sollten. Das Wochenende ist dafür ein sehr ungünstiger
Zeitpunkt, da hat auch nicht nur das Museum zum Schiffswerk zu. Und wenn sie
denken, es wird zum Kurt Weill Fest mal eine Ausnahme gemacht, da sich ja viele
Touristen in näherer Umgebung befinden und zwischen den Weill Veranstaltungen
langweilen, vergessen sie es. Roßlau ist nicht interessiert, es verbarrikadiert
sich. Es ist wirklich so, als ob es nicht existiert. Allerdings können sie,
wenn sie den Zeitpunkt gut abpassen, Karten für Pussycat und die roten Gitarren
hier erstehen. Da gibt es immer aktuelle Plakate in Schaukästen, wo Tourist
eigentlich eine Karte vermutet. Eine Karte, einen kleinen Stadtabriss, nur so
ein klitzekleiner Hinweis, wo Tourist hier irgendwas findet - ok,
Touristeninformation war da der falsche Anlaufpunkt, aber sicherlich gibt es
eine auf dem Bahnhof, wo normalerweise auch so ein paar Touristen ankommen
könnten. Also zumindest die, die daran glauben, dass Roßlau existiert. Am
Bahnhof gab es keinen Schaukasten, auch keinen mit Pussycat und Co. Ende der
Suche? Ideen ausgeschöpft? Wir überlegten krampfhaft - ein McD wäre gut, da
könnte man sich ins Internet einloggen und umfangreichere Recherchen betreiben
- umgeschaut - ich denke, wir haben einen in Dessau gesehen..... NEIN! Wir
wollten nicht aufgeben und nach Dessau zurück fahren um unseren Weg zum
Roßlauer Elbe-Werk zu finden. NEIN! So leicht
verprellen die uns hier nicht,
wir sind hartnäckige Touristen! Wir lassen uns nicht unterkriegen, wir fahren
jetzt einfach mit dem Auto umher. So groß ist Roßlau nicht und wenn wir alle
Strassen abfahren, müsste uns irgendwann das Elbe-Werk erscheinen, falls es
existiert. Wir beginnen im Zentrum und arbeiten uns dann systematisch nach
Außen vor. Und wirklich, es gab ein Zentrum mit Selbsteinschätzung. Bulle und
Bär am Rathaus, den Bullen haben sie gleich von selbst weggelassen.
Wir parkten
trotzdem und schauten uns die Gegend an, in der Hoffnung, wir würden über das
Elbe-Werk stolpern. Wir stolperten nicht, nur hin und wieder in irgendwelche
schöne und weniger schöne "Hinter"-höfe. Also eins muss man Roßlau
lassen, es hat einen gewissen Charme, vielleicht ein bisschen Jugendstil hier
und da und eigentlich hübsche Häuser, wo schon etliche sehr gut zurecht
gemacht sind. Eine kleine romantische Kirche, die leider geschlossen hatte, und
interessante Gartengebilde, die man von dort aus sehen konnte und es gab auch
Konzerte für Orgel und Klavier ohne Pussycat und Co. Ich war beruhigt, wo es
Konzerte mit Orgel und Klavier gab, da gab es bestimmt auch ein Elbe-Werk mit
Niveau. Wir waren wieder motiviert, sprangen ins Auto und fuhren die nächsten
Strassen entlang und da wir nicht aufpassten befanden wir uns schon wieder
außerhalb. Beim Wenden entdeckten wir eine mysteriöse Burg. Grund zum Stoppen
und erkunden. Es war ein hübsches Teil und an völlig unerwartetem Platz. Was
war das? Wie alt war es? Fragen über Fragen kamen auf und wir suchten
enthusiastisch nach einer Schautafel mit Erklärung, die unsere wichtigsten
Fragen beantworten sollten. Wir fanden einen hübschen Platz, Schneeglöckchen
und ein Gerippe und wieder keine Karte, keine Erklärung, kein Name, kein Alter,
kein nix. Einen offenen Zugang gab es auch nicht, sicherlich war das Gebäude
privat und
Touristen wurden besser ausgesperrt.
Gut, ich denke, eigentlich wolltet Ihr wissen wie denn das Konzert mit Nils Landgren so war und ich kann Euch beruhigen, wir haben das Elbe-Werk tatsächlich noch gefunden. Ich denke, die Roßlauer Taktik war, nicht die Touristen zu verprellen, sondern sie zur Schnitzeljagd zu animieren. Selbst ist die Frau und der Mann, was ist spannender, als auf eigene Faust die Orte zu erkunden, das ist Abenteuer, das ist das, was der moderne Tourist wünscht. Wir haben das völlig falsch gesehen, denn Roßlau ist mit seinem Stadtmarketing weit voraus, es ist innovativ und kostenbewusst und ich kann Euch sagen, hätten sie eine Karte gehabt und wir das Elbe-Werk sofort gefunden, hätten wir niemals so einen herrlichen Spaß mit dieser Stadt gehabt und soviel von ihr gesehen. Wir genossen die frische Luft, lachten herrlich und freuten uns auf das Abendessen im Kornhaus und anschließendem jazzigem Konzert im Elbe-Werk, was tatsächlich existierte.
Eure Jana
*Meyers Lexikon 1924