War es es nun die Nachtigall oder doch die Lerche?

 

 

 

"A glooming peace this morning with it brings;

The sun for sorrow will not show his head.

Go hence, to have more talk of these sad things;

Some shall be pardon'd and some punished;

For never was a story of woe

Than this of Juliet and her Romeo."

 

Seufz - so das Ende einer der schönsten Liebesgeschichten, die je geschrieben wurden. Die Zuschauer im Theater ergießen sich in Tränen und verfluchten Shakespeare, daß er diese Story so traurig enden ließ. "... Niemals war eine Geschichte so traurig wie die von Julia und Romeo."

Na von wegen, wenn die wüssten, wie traurig es wohl ausgegangen wäre, wenn sie überlebt hätten. Genau das hat sich Kishon überlegt, was Shakespeare wahrscheinlich im Grabe rotieren ließ. Denn dieser hat da schon sehr weise entschieden, lieber beide in Liebe sterben zu lassen, als in der Ehe zu versacken.

 

Ja, Kishon ist schon ein Schelm - was für ein schönes, "was wäre wenn Szenario"... was wäre, wenn Romeo und Julia überlebt und geheiratet hätten?

... und somit zog es mich wieder ins "neue theater", DAS wollte ich doch auch gern mal wissen.

 

Programm des nt - Rayk Gaida als ShakespeareDamit wir als Zuschauer nicht den Faden verlieren, gab es als Intro ein paar nette Worte von Shakespeare und die Balkonszene aus Romeo und Julia.

Hat mir sehr gut gefallen, Shakespeare mit einem Donnerhall auf dem Dach, die blonde Julia am Fenster und ein in Liebestönen säuselnden Romeo schmachtend auf der Treppe. Ja, kann Liebe schöner sein? Ein bißchen schrill der Romeo und ein bißchen sehr blond die Julia, aber ein wirklich schmucker Shakespeare. Was für eine "romantische" Balkonszene.... und da sie nicht gestorben waren, leben sie noch heute ....

 

Diesmal waren wir wieder im Hof des neuen theaters, hoffend, daß der drohende Regen an uns vorüber ziehen würde, aber nicht sehr zuversichtlich diesbezüglich.

Wegen des dramatischen Erscheinens Shakespeares auf dem Dach, blieb diesmal auch die sonst immer vor Regen schützende Plane eingerollt. Ich denke aber, das war ein angemessenes Opfer für unseren grandiosen Mr. Shakespeare und es war es Wert - ein wunderbarer Auftritt von Rayk Gaida als Shakespeare - ich hatte ihn kaum wiedererkannt. Kostüm und Maske waren klasse und die Inszenierung schien interessant zu werden. Diesmal hatte Peter W. Bachmann die Regie. Das machte mich neugierig, da ich ihn bis jetzt nur als Schauspieler unseres Theaters kannte.

Natürlich war das Ganze ein bißchen moderner inszeniert, als zu Shakespeares (1950) oder Kishon (1923) Zeiten gedacht und bekam auch einen neuen Titel "Es war die Nachtigall" und nicht "Es war die Lerche" - Also war es doch die Nachtigall und nicht die Lerche? Und somit hatte Julia wohl recht!

 

"Juliet: ... It was the nightingale, and not the lark,

That pierc'd the fairful hollow of thine ear;

Nightly she sings on yond pomegranate tree.

Belive me, love, it was the nightingale.

 

Romeo: It was the lark, the herald of the morn,

No nightingale. Look, love, what envious streaks

Do lace the severing clouds in yonder east;

Night's candles are burnt out, and jocund day

Stands tiptoe on the misty mountain tops.

I must be gone and live, or stay and die."

 

Seufz - ist es nicht schön? Das noch im Ohr und dann der erste Auftritt Romeos auf der Hof-Bühne des neuen theaters - Schock! - Das versetzt Frau einen Schreck für's Leben und sie beschließt sofort und in diesen Augenblick nie und nimmer zu heiraten.

Romeo erscheint in einem vergammelten Zimmer, mit grauen strähnigen Haaren und säuselt die lieblichen Worte: "Wo sind meine Socken .... Julia, ich kann meine Socken nicht finden ..." Das Publikum bricht in Gelächter aus und ich bedauerte, daß der Alltag die beiden eingeholt hat - nein schlimmer noch, das ist nicht mehr Alltag, das ist schon eine Stufe weiter - die Hölle.

 

Peter W. Bachmann läßt in seiner Inszenierung ja noch ein bißchen milde walten mit dem armen Paar. Die kommen bei ihm noch ganz glimpflich weg, aber Kishon ist da nicht so nett. Er packt alle erdenklichen Widerwärtigkeiten in die Beschreibung seiner Figuren hinein. Gott sei Dank blieb das dem Zuschauer im "neuen theater" erspart. Besten Dank, Herr Bachmann, das sie den anwesenden jungen Leuten nicht so ganz die Ehe versauen wollten.

In unserer Inszenierung sah zwar Romeo grauenvoll aus, aber unserer Julia blieb doch ein hübsches Mädchen - da konnte die Maske nichts verunstalten ;-). Im Übrigen fand ich beide sehr gut in ihren Rollen, vor allem die fliegenden Kleider- und Rollenwechsel waren erstklassig.

Das war ganz schöne Schwerstarbeit für die Schauspieler, dauernd in eine andere Rolle zu wechseln. Da war nicht nur die Umzieherei, sondern auch die völlig anderen Verhaltensweisen. Till Schmidt einmal als Romeo und dann wieder als Franziskanermönch und Daniela Voß als Julia, dann als ihre ehemalige Amme und auch noch als ihre pubertäre Tochter Lucretia, die um vier Uhr morgens besoffen nach Hause kommt. "... D e i n e  Tochter" - hehehe, wie im wahren Leben.

Beide sitzen am Frühstückstisch - nicht die kleinste Spur von Romantik - wir Zuschauer kommen aus dem Lachen gar nicht mehr heraus und ich wette, so manch einer hat sich da wiedererkannt. Romeo schwelgt in alten Erinnerungen und stellt fest, daß sie doch Hochzeitstag haben. Sie ist genervt und hat keine Lust zum Reden. Er rekapituliert noch einmal die "Sterbeszene" und wie froh er doch war, daß Julia sich im Grabe bewegt hat und überlebte - sonst, ein paar Sekunden später, hätte er das Gift getrunken und Julia wäre mit Paris abgezogen.

Sie ließt weiter in ihrer Zeitung - sieht aus, als hätte Kishon hier mal die Rollen getauscht, denn eigentlich ist es doch immer umgekehrt:

 

"Vor der Heirat erklärt ein Mann,

er würde Dir sein Leben zu Füßen legen;

nach der Heirat legt er nicht einmal seine Zeitung weg,

um mit dir zu reden."  - Helen Rowland

 

Aber leider können ja die Kinder wiedermal nicht auf ihre Eltern hören und mußten unbedingt heiraten.

"... woran denkst Du? - An die Worte meines seligen Vaters in jener Kirchhofsnacht: 'Und wegen dieser dummen Gans hätte mein Sohn beinahe Selbstmord begangen!' - Und  m e i n  Vater, Gott schenke ihm ewigen Frieden, hat damals von Dir gesagt: 'Jetzt haben wir den ersten Schwachsinnigen in unserer Familie.' "

Ja, und der Schwachsinn geht auch hier weiter. - Leute! Das müsst ihr Euch ansehen, oder wenigstens Kishons Buch dazu lesen. Da ist jeder Satz eine wunderbare Parodie, vor allem, mit seinen Verknüpfungen zu Shakespeares Original - einfach herrlich. Unsere Inszenierung ist zwar schon ein bißchen arg albern, ziemlich frech und mit ganz netten obszönen Andeutungen gespickt, aber das hat auch ganz gut zu Kishons "heiterem Trauerspiel" gepaßt. Hätte ich Peter W. Bachmann gar nicht so recht zugetraut <grins>. Ihm ist da wirklich eine Menge zu diesem satirischen Geniestreich Kishons eingefallen. Liebes nt, warum laßt Ihr ihn nicht öfter mal die Regie übernehmen? Ist doch eine ganz interessante Abwechslung.

 

Wie es aussah gefiel ihm seine Inszenierung auch sehr gut, so daß er nach den schon so vielen Aufführungen diesmal auch anwesend sein mußte - naja, vielleicht hatte er auch nichts besseres zu tun. - Nein - wohl kaum - es lag, denke ich, eher daran, daß sie die Hauptdarstellerin gewechselt haben und ein wachsames Auge darüber wachen mußte, ob sie es auch gut hinbekommen würde. - Also keine Sorge, Herr Bachmann, Daniela Voß spielte klasse. Ich kenne zwar nicht die Version mit Irene Rovan, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Daniela Voß nicht mindestens genauso gut war. Also nicht so verbiestert schauen, Ihre Inszenierung mit samt der Schauspieler und Musik von Matthias Nilius war klasse und das bissel Regen tat dem auch keinen Abbruch. - Obwohl manch beknackte Zuschauerin unbedingt ihren Regenschirm aufspannen mußte. Das soll mal einer Nachvollziehen können - da müssen doch irgendwelche Gehirnwindungen gefehlt haben und dabei war sie noch nicht einmal blond. Sorry, daß ich hier wieder so böse bin, aber ich kann solch einen Egoismus einfach nicht ausstehen. Da bin ich so überhaupt und ganz und gar nicht tolerant .... und außerdem so schlimm geregnet hat es ja nun auch wieder nicht und ihre Frisur war sowieso scheußlich..... Sonst waren die Zuschauer allesamt ein lustiges Völkchen und soweit ich sehen konnte, waren auch fast alle Plätze im Hoftheater besetzt. Sieht so aus, als hätte es sich herumgesprochen, daß das Stück gut ist.... also dann Herr Bachmann, lächeln! Ich weiß, daß Sie das können.

 

Ephraim KishonJulia verschwindet zum Einkaufen und Romeo bekommt den Abwasch und die Tochter.  Diese hier nicht im Hippiegewand, sondern der Zeit entsprechend in pink, eng anliegendem Dress und Hot Pants über die Bühne schwebt, ihrem Vater ein paar nette Worte entgegenhaucht und im Bad verschwindet. Tja, an der Erziehung ihrer Kinder sind die Eltern wohl selber schuld.

 

Fliegender Wechsel und Daniela Voß erscheint als Amme in der Tür. Es folgt ein mühsames Gespräch, da die Dame ein bißchen schwerhörig und wohl auch nicht mehr ganz klar erscheint, aber Romeo läßt sich nicht unterkriegen. Bei manchen Fragen braucht sie ein paar Anläufe, aber bei Vermögensfragen und Erbangelegenheiten ist sie hell wach. Na Herr Romeo, wenn ihnen das Versprechen später nicht mal leid tun wird. "Amme, ich bin verrückt nach Dir!"  - und es folgt ein Tänzchen.

 

Wieder fliegender Wechsel - es klopft und der Pater tritt ein. Romeo und die Amme sind verschwunden, worüber der Pater ganz froh ist: "... Um so besser, um so besser. Ich will ihn gar nicht sehen. ... seit dem Tag, an dem ich euch heimlich getraut habe ... verfolgt er mich mit seinem Haß."  

Sie kniet nieder um zu beichten - in unserer Inszenierung ein bißchen tiefer, als es Kishon und ich wohl gedacht haben. Nee, ihren Kopf im Schoß des Priesters fand ich nicht so gut, aber der Text dazu ist wieder klasse.  Julia offenbart ihm, daß sie ihren Mann nicht mehr sehr anziehend findet weil er 20 Kilo zugenommen hat und eine Wärmflasche, die er Lisa nennt und mit der er jede Nacht schläft, liebt. " ... Es ist eine ausgesprochene sexuelle Angelegenheit, ein richtiges Liebesverhältnis." Na herrlich, erinnert mich irgendwie an das Stück mit der Ziege in "The Goat, or who is Sylvia", was ich damals in London gesehen habe. Hmmm .... so ist das also mit der Ehe. Na da ist Frau ja wirklich froh, daß sie nicht verheiratet ist. Jetzt gehen die Männer schon mit Ziegen und Wärmflaschen fremd - oh Mann, ist das doch deprimierend. Dann doch lieber ein netter Seitensprung mit einer anderen Frau, dann weiß man wenigstens, daß er noch auf Frauen steht.

Ja Julia, da hast Du wohl recht, am besten vergiften - oder scheiden lassen. Beeten hilft da wohl eher weniger.

 

Selbst Shakespeare hält das alles nicht mehr aus und erscheint als Geist: "Ich bin es leid, noch länger anzusehen, 

Wie ihr das schönste meiner Liebesdramen zu lächerlichem Possenspiel verzerrt...."

Und wo er recht hat, hat er recht. Aber wie Frau so ist, läßt sie sich natürlich nicht einschüchtern: "Es ist hoch an der Zeit, Mr. Shakespeare, daß sie das Leben sehen, wie es  i s t , daß sie von der Wirklichkeit lernen."

Aber ich finde es auch nicht fair, daß sie nun dem armen Shakespeare die Schuld an ihrem Desaster geben, nur, weil er sie "ehelich verbunden" hat. "Doch nur für ein paar Tage, gnäd'ge Frau." Tja, armer Shakespeare, er konnte ja nicht wissen, daß seine Vergiftungsszene in die Hose gehen würde.

Aber was soll's, sein Kummer ward alsdann verflogen, als er die holde Lucretia, ein Ebenbild ihrer Mutter, erblickte:

"Wie wird mir? O dies engelsgleiche Wesen,

Des Schönheit mir vom Firmament erstrahlt

Und meines Herzens Puls so wild bewegt,

Daß mir der Atem die Gefolgschaft weigert -

Gleicht sie nicht Julien, wie ich sie einst

In ihrer Jugend gold'ner Maienblüte

Ersah und schuf? I s t  sie nicht Julia?"

Na herrlich - jetzt ist der gute Shakespeare auch noch verliebt und das just in dem Augenblick, als er gerade gesehen hat, was aus solch einer Liebe wird. Sieht so aus, als wird die Menschheit nie schlauer. Ist wohl nicht so einfach mit Liebe und Leidenschaft? Na dann wollen wir mal hoffen, daß er nicht auf's Bremspedal tritt, damit beide mehr davon haben als Romeo und Julia.

 

"Das Schlimmste an den Männern ist,

daß sie Angst vor Leidenschaft haben.

Sie lieben mit dem Fuß auf dem Bremspedal

- und deshalb wissen sie überhaupt nicht,

was Leidenschaft ist."  - Brigitte Bardot

 

Lucretia spielt und wickelt ihn alsdann um den Finger. Was für ein nettes Spielchen und so gut inszeniert, daß es schon dem Zuschauer ganz heiß wurde. Da kann ich mir schon vorstellen, daß der gute Willi (so nennen ihn seine Freunde) sich da nicht mehr bremsen konnte. "Daddy, wir haben uns verliebt." 

Die Eltern sind da zwar nicht sehr erbaut drüber, aber "So ist das Leben." und weiter geht es im Alltagstrott. Romeo stellt fest, daß er nicht für die Ehe gemacht ist, weil die nur etwas für Frauen ist und meint, er müsse sich scheiden lassen. Julia hört ihm gar nicht zu, was sonst eigentlich der Part der Männer ist, und beschäftigt sich mit ihrer Schönheitspflege. Er ist sauer und will sie erwürgen, was aber nur in einer Massage endet.

..... "Intellektuelle Affinität. Formale Ehegemeinschaft. Willst du  n i c h t  haben. Intensives Geschlechtsleben. Willst Du haben....." - ende erster Akt.

 

 

Ja, der arme Romeo hat es schon nicht einfach. Da läßt sie ihn so abblitzen und bei ihrer Gesichtsmaske läuft es ihm kalt den Rücken runter. Da wäre ich doch glatt für getrennte Schlafzimmer, denn Frau mit Gesichtsmaske ist wirklich kein toller Anblick..... und gegen manches Mannes Schnarchen würde es auch helfen ;-) Ich denke, man sollte auch trotz Ehe nicht immer so dicht aufeinander hängen. 

 

"Die Ehe funktioniert am besten,

wenn beide Partner ein bißchen unverheiratet bleiben."  - Claudia Cardinale

 

Der zweite Akt beginnt mit einer Bettszene - sollte mit einer Bettszene beginnen - aber als Julia nun endlich will, hat er keinen Kopf für solche Sachen. - Nee, das wird doch nie etwas mit den Beiden. "Willst Du schon gehen? Der Tag ist ja noch fern. Es war die Nachtigall und nicht die Lerche ..." ... Kaum sind sie aufgewacht und schon geht die Streiterei wieder los. War es nun die Nachtigall oder die Lerche. Traurig, traurig, anstatt leidenschaftlichen Sex zu haben, streiten sie sich lieber über Vögel. Da schüttelt nicht nur Shakespeare mit dem Kopf. Bei soviel Streitereien zieht er es lieber vor zum zweiten male zu sterben.

Was für eine erstklassige Sterbeszene legt Rayk Gaida uns da auf den Tisch! DAS war ein gelungener Abgang, ich fand, mit das beste des ganzen Stückes.

 

Shakespeare erwartet Applaus nach dieser theatralischen Sterbeszene, verbeugt sich und verschwindet. Julia geht wieder auf den Markt und Romeo liebt seine Lisa. Warum bedauert hier eigentlich keiner diese arme Wärmflasche?

Dann gibt es ein bißchen hin und her und jeder beschließt jeden zu vergiften. Na endlich! Setzt dem Elend dieser Ehe ein Ende. 

Shakespeare ist immer noch hinter Lucretia her: "Der Ruf der Leidenschaft." Sie zieht ihn mit sich  "Wart erst einmal die Erfahrungen ab, die  ich dir beibringe! Komm, das Leben wartet!" "Es ruft das Fleisch. Der Geist wehrt sich vergebens." und ab geht's durch die Mitte, oder hier durchs Fenster. 

Hehe - sieht so aus, als ob die Tochter, im Gegensatz zu ihren Eltern, sehr wohl weiß, was sie will. Recht hat sie, man sollte doch lieber Spaß haben und keine Mordgedanken. Aber bei Romeo und Julia sollte es wohl nicht so sein. Die brauchen wahrscheinlich ihr Drama und sind erst glücklich bei der Todesszene und auch Shakespeare ist beruhigt und sieht sein Werk getan - ENDE.

 

<grins> denkt Ihr .... und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiten sie noch heute ...

 

Nee, nach so einer ernüchternden Geschichte über die Ehe, kann man sich nur noch besaufen und somit drehte sich die Welt nach einer Bierbohle im "Diebels" wieder richtig herum.

 

 

Eure Jana

 

 

 

 

"He jests at scars that never felt a wound.

But, soft! What light through yonder window breaks?

It is the east, and Juliet is the sun.

Arise, fair sun, and kill the envious moon,

Who is already sick and pale with grief

That thou her maid art more fair than she.

Be not her maid, since she is envious;

Her vestal livery is but sick and green,

And none but fools do wear it; cast it off.

It is my lady; O, it is my love!

O that she knew she were!

She speaks, yet she says nothing. What of that?

Her eye discourses; I will answer it.

I am too bold, 'tis not to me she speaks;

Two of the fairest stars in all the heaven,

Having some business, do entreat her eyes

To twinkle in their spheres till they return.

What if her eyes were there, they in her head?

The brightness of her cheek would shame

those stars,

As daylight doth a lamp; her eyes in heaven

Would through the airy region stream so bright

That birds would sing, and think it were not night.

See how she leans her cheek upon her hand!

O that I were a glove uopn that hand,

That I might touch that cheek!"

 

 

 

 

ps. Sorry für das Design dieser Seite, aber ich konnte mich einfach nicht bremsen...hehehe