
Technik und Fortschritt waren Anfang des letzten Jahrhundert bezeichnend und wegweisend für unsere heutige Zeit. Unglaubliches wurde geschaffen und Innovation rückte mehr denn jeh in den Vordergrund dieser Epoche der Menschheit.
In den 20er/ 30er Jahren gab es einen Aufbruch in allen Bereichen... Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik, Innovation und Architektur.
Durch die
Weimarer Republik, ein Auslöser dieses freiheitlichen Denkens und der Aufbruchstimmung, kamen Kreativität und
Ideenreichtum der Menschen an die
Oberfläche der entstaubten Gesellschaft. Ein fortschrittliches
Technikzeitalter wurde geboren und eine Hochburg dieses Aufbruches war Dessau.
Ja, ich weiß, das ist kaum zu glauben, wenn man sich Dessau jetzt so anschaut,
ABER wenn man genau hinsieht, kann man einige Überbleibsel und Highlights
seiner großen Zeit finden. Das Abenteuer der Aufbruchszeit des Anfangs des 20.
Jh. liegt dort vor der Haustür. Man braucht sich nur darin fallen zu lassen. Am
allerbesten funktioniert das Fallenlassen in der Zeit der Kurt-Weill Festspiele,
die Dessau jedes Jahr im Februar/ März in diese spannende Zeit
hineinkatapultieren und uns im Rhythmus der 20er Jahre tanzen lassen.
Jedes Jahr mehr etabliert sich das Kurt-Weill-Fest zu einem Festival der
Spitzenklasse, jedes Jahr strömen mehr und mehr Besucher in die einstige
Hochburg des
Fortschritts und jedes Jahr wird das Dessauer Programm
umfangreicher und vielseitiger. In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit, seine
Vielseitigkeit in allen seinen Fassetten kennenzulernen, vom Fourier
Transformierten Violinenkonzert über Bauhausimpressionistische Musicalszenen
bis hin zu expressionistischer Filmkunst aus der Glanzzeit des Stummfilms.
Es war eine Woche voller interessanter Begebenheiten und Eindrücke, die nicht nur musikalische und informative, sondern auch kulinarische Perfektion widerspiegelte.
Das
Unglaublichste und Perfekteste war die Darstellung Kurt Weills Konzertes für Violine
und Blasorchester Op.12, durch Kolja Blacher und
das
Mahler Chamber Orchestra.
Ich hatte bisher noch nichts Vergleichbares erlebt, wie die Solisten dieses
Orchesters, jeder Einzelne
in dieser großartigen Formation, mit soviel
Enthusiasmus und Leidenschaft, solch brillante Töne in meinen Geist
transferierten. Es war eines der größten Genüsse in dieser Woche, dieser
Brillanz lauschen zu dürfen. Die Spannung, die in den Zuhörersaal katapultiert
wurde war berauschend und ich versuche jeden einzelnen Ton dieser brillanten
Musik zu erfassen und in meinem Gehirn zu speichern, so dass ich sie niemals
wieder vergessen möge. Ich lauschte Kolja Blachers Violine und dieser Fourier-Transformation
der Musik und ich war überaus glücklich solch einen hervorragenden Einstieg in
das Kurt Weill Fest 2008 miterleben zu dürfen. Kurt Weill schrieb dieses Werk
1924, also mit 24 Jahren und man hört soviel Talent aus diesen Takten heraus,
dass man gar nicht mehr genug davon bekommen konnte. Kein Zweifel, der Mann ist
ein Genie dieser Zeit und sein Enthusiasmus ist überaus ansteckend, so dass man
sich freut, dass dies erst der Anfang einer wunderbaren Odyssee ist.
Die Violine steht ganz allein einem Blasorchester gegenüber und irgendwie meint man, ob das wohl gut geht? Die vertragen sich doch bestimmt nicht, es gibt sicherlich dumpfes Gezanke und schrilles Geschrei, so dass man sich die Ohren zuhalten müsse - aber völlig daneben, die beiden Fraktionen erschaffen eine musikalische Harmonie. Zu mindest in dieser Aufführung.
Am 29. Oktober 1925, zur deutschen Erstaufführung in Dessau, soll das wohl nicht ganz so gewesen sein. Da sieht man mal wieder, es kommt immer auf Dirigent und Orchester an und das war in unserem Fall einfach unschlagbar. Das Mahler Chamber Orchestra sollte man unbedingt im Auge behalten und Kurt Weills Violinkonzert mit Blasorchester ebenfalls. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir in einer der Pressekonferenzen erfahren, dass es wohl in nächster Zeit eine Einspielung dieser Brillanz geben wird. Ich bin sehr gespannt darauf.
Gespannt war ich auch auf den nächsten Morgen unseres Kurt Weill Wochenendes. Wir hatten beschlossen das erste Wochenende in Dessau zu verbringen und ein paar mehr Angebote des Kurt Weill Festes in Anspruch zu nehmen. So auch der Besuch des Museums für Stadtgeschichte Dessau am nächsten Morgen. Selbstverständlich stand bei diesem ebenfalls Kurt Weill im Mittelpunkt.
Das
Museum für Stadtgeschichte Dessau befindet sich im neu rekonstruierten Johannbau
des damaligen Schlosses, was leider fast komplett durch den zweiten Weltkrieg
zerstört wurd
e und dem die 40 Jahre Vorwendezeit auch nicht sehr gut taten. Es
blutet einem immer wieder das Herz, wenn man daran denkt, was der Krieg dieser
Stadt angetan hat. Es ist so unendlich schade, dass kaum noch Überbleibsel aus
der Dessauer Kurt-Weill Epoche vorhanden sind. Im Museum für Stadtgeschichte
kann man die traurigen Tatsachen besichtigen. 84% der Innenstadt wurden damals
vernichtet und vom 1530/33 erbauten Dessauer Residenzschloss* blieben nur noch
Rudimente, letztendlich nur noch die Fassaden des Johannbaus, die dann zwischen
1991 und 2004 denkmalgerecht restauriert wurden*.
Wir
durften das
Werk bestaunen und ich meine, es ist gut gelungen. Ich glaube 8
Millionen gehört zu haben, oder 5 - bin mir nicht mehr sicher. Aber es hat sich
auf alle Fälle gelohnt das Geld zu investieren.
Interessant sind auch die geschichtlichen Abrisse. Eine Menge alter Bekannter tauchen wieder auf, wie Otto der Reiche, den wir noch sehr gut aus Freiberg kennen und der ein bedeutender Vertreter aus dem Geschlecht der Wettiner war und sein Sohn Albrecht der Bär, ein Vertreter der askanischen Linie, die leider mit dem Tod seines Sohnes Bernhard letztendlich unterging.
Man
könnte hier kreuz und quer durch die Geschichte hüpfen und etliche Parallelen
zwischen den einzelnen Geschlechtern ziehen. Man könnte von Aschersleben und
Ballenstedt bis nach Meißen, Wettin und letztendlich auch Dresden hüpfen und
würde immer mehr interessante Verknüpfungen finden. Man würde bei der vielen
Hüpferei sogar bei Wallenstein landen und könnte neben Verbindungen zu Dessau,
Lützen und Wien, auch Verbindungen zu Schiller finden und dann in Leipzig
landen..... ach, man könnte sich hier herrlich austoben und könnte seitenweise
dazu schreiben, aber ich muss mich hier wohl doch zurückhalten, denn eigentlich
geht es um Kurt Weill und seine Zeit und nicht die vielen der anderen
interessanten Aspekte, die auch mit
Dessau zu tun haben. Es gibt noch so viel zu
berichten und ich darf mich nicht verfangen in diese kleinen geschichtlichen Ausreißer.
Also dann wieder einen Sprung vom Jahr 1625 zurück ins Jahr 1925.
"Ich sitze da un' esse Klops" - nein, ich glaube, das hatten sie
diesmal nicht im Kurt Weill Spektrum dabei, ich denke aber HK Gruber kennt's.
Nagut, zu ihm kommen wir später noch....
Zurück zur Führung im Museum und somit zu Kurt Weill und das Dessauer Theater. Kurt Weill war schon immer vom Theater fasziniert und hatte schon als 10 jähriger, dank des Theaterfürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, Exklusivrechte für Eintritt und Theaterleben am alten Dessauer Theater. Das prägte natürlich ungemein und brachte uns letztendlich diese fantastische Musik, ich würde sagen bis 1933/35 haben wir sehr viel von seinen europäischen Jahre. Danach prägte ein anderer Einfluss seine Musik, den wir hier zum Abschlusskonzert kennenlernen werden. Im Übrigen war das Eröffnungskonzert und Abschlusskonzert zeitlich hervorragend abgestimmt. Man spaziert zusammen mit dem Kurt Weill Fest durch sein ganzes Leben, sogar der Reihenfolge nach. Gut überlegt!
Gut
überlegt und erklärt waren auch die Dessauer Zeiten Kurt Weills durch eine
sehr angenehme und intelligente Referentin des Museums. Leider habe ich mir
ihren Namen nicht gemerkt, aber es hat mir sehr gut gefallen, wie sie uns Kurt
Weills Theaterzeit in Dessau erklärte. Dadurch erfuhren wir, so als eigentlich
Kurt Weill Unerfahre
ne, wo er in Dessau gelebt hat und das ein Teil des
Gebäudes noch existiert. Das ist doch wiedermal einer Pilgerreise wert und wir
machten uns gleich nach der Führung auf den Weg. Erst mal hoffend, dass es kein
"Knäulchen" gab, da wir unbefugt ein paar Minuten länger parkten -
wir hatten einfach nicht damit gerechnet, dass die Führung so lange gehen
würde
und die Parkuhr dementsprechend nicht ordentlich gefüttert. Ich fand es
ja sehr interessant, dass die Weltstadt Dessau mit Parkuhren zugepflastert ist.
Das schreckt einen noch mehr vom Einkaufs- oder Besichtigungsbummel ab. Es
scheint immer sehr viel los zu sein in der Dessauer City, sonst würden sie ja
solch drastische Maßnahmen gar nicht brauchen - ich war beeindruckt. Also war
nix mit gemütlich zur weillschen Synagoge zu spazieren, wir mussten erst mal
unser Auto in Sicherheit bringen und einen neuen Parkplatz für diesen kurzen
Stopp suchen.
In Mitten eines depressionistischen Viertels stand das arme kleine alte
graffitikalisch beschriebene Überbleibsel der
Synagoge, das Kantorhaus, wo Weills Familie ihre Dessauer Zeit verbrachte. Wir
schauten es uns von vorn an, von rechts, von links, von seitlich hinten, dann
wieder von vorn - ja, gut, ein eigentlich hübsches Haus in Mitten der Dessauer
Nachbauhausdepressionen. Wir entschieden uns daher, besser die Flucht zu
ergreifen und versuchten eine schönere Ecke zu finden, am besten, wo man auch
etwas Gutes in den Magen bekommt. Ich erinnerte mich an die Rückseite des
Programmfaltblattes des Eröffnungskonzertes mit hervorragenden Hinweisen, wo
man auch nach dem Konzert noch etwas zu Essen bekommen kann. Erwähnenswert,
dass auch das Theaterrestaurant noch bis 90 Minuten nach der Vorstellung warme
Küche angeboten hat - wir waren an diesem Abend im Pächterhaus, meiner Meinung
nach ein absolutes Spitzenrestaurant. Diesmal, dachten wir, versuchen wir das
Brauhaus "Zum Alten Dessauer". Tja, und wie solche Brauhäuser eben
sind, die jetzt überall, wie damals die Kartoffelhäuser, aus dem Boden
schießen, darf man da nicht so sehr viel erwarten. Es war ganz gemütlich
rustikal, die Oberinnen waren freundlich und sie hatten sich sogar mit einigen
Angeboten auf Ihrer Speisekarte am Kurt Weill Fest beteiligt. Also der Wille war
da, aber die kulinarische Umsetzung dann halt nicht so bemerkenswert. Wie das
eben bei solchen Häusern so ist. Aber sie erheben ja auch nicht den Anspruch
eines Pächter- oder Kornhauses. Wir wurden
sehr gut satt, beschlossen aber am nächsten
Tag wieder ins Pächterhaus zu gehen und freuten und auf den bevorstehenden
Abend mit "Somewhere over the Rainbow", einem szenischem Konzert der
Universität der
Künste Berlin im
Bauhaus Dessau. Es war jetzt nicht so, dass
mich Musicals besonders interessieren oder mir gar gefallen, nein, hier galt
mein Interesse am meisten der Aufführung im Bauhaus. Ich wollte schon immer mal
die Bauhausbühne in Aktion sehen und da kam die Gelegenheit gerade recht und
nun ja, wer weiß, vielleicht schaffen sie es mich zum Musical Fan zu
konvertieren.
Wir pilgerten also zum Bauhaus, eines meiner absoluten Lieblingsorte in Dessau.
Es beeindruckt mich immer wieder, wie zu solcher Zeit solch modernes Bauwerk entstehen konnte. Hätte man mich vor Jahren gefragt, auf welche Zeit ich den Bau schätzte, hätte ich steif und fest behauptet um die 70er Jahre herum. Damals hat es mich umgehauen zu erfahren, dass Walter Gropius dieses moderne Kunstwerk 1925/26 baute. Es gibt Bilder in der Bauhausausstellung, da sieht man Pferdefuhrwerke vor dem Gebäude stehen - unglaublich! Man stelle sich mal vor, wie die Leute damals reagierten, als sie dieses eckige Monster vor die Tore Dessaus stellten. Es ist unglaublich wie fortschrittliche die Kunst- und Bauszene zur Zeit der Weimarer Republik war. Da gab es so viel Innovation und Forschungsdrang, bedenke man nur mal den Flugzeugbau um Junkers herum. Das war alles zu dieser Zeit in Dessau. Technik, Fortschritt und Kultur vereint, das zeichnet auch das Bauhaus aus - und genau aus dem Grund, wollte ich unbedingt mal die berühmte Bauhausbühne in Aktion sehen. Eine hervorragende Idee der Veranstalter das Bauhaus mit einzubeziehen, obwohl Kurt Weill damit wohl nicht so viel am Hut hatte - macht aber nichts, denn Bauhaus war genau seine Zeit. Zu Bauhausspitzenzeit erschuf Weill solche Highlights wie "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", die "Dreigroschenoper", "Happy End" und auch den "Lindberghflug", den wir noch kennenlernen sollten. Ich meine, DAS war genau auch seine Bestzeit. Das was nach 1933 von Kurt Weill kam, war größtenteils Broadway Musik - irgendwie unvorstellbar, dass er so in die Musical Szene abdriftete, wo er doch vorher so endlos brillante Werke schuf.
Musical, das wäre jetzt das Stichwort. Die UdK Berlin und ein bisschen "Lady in the Dark" auf der Bauhausbühne. Das war das, was jetzt interessant wurde: Wie klingt "Lady in the Dark", 1940 geschrieben und wie ist die Atmosphäre der Bauhausbühne.
Die
Plätze waren rar und gut besetzt, das Publikum war angenehm und interessant.
Ich fühlte mich sofort wohl in dieser
Umgebung. Das Ambiente und die
Atmosphäre stimmten perfekt und der farblich abgestimmte Bauhaussaal war
überaus sehenswert und passte zum Design der Bühne - herrlich! Was für eine grandiose
Idee hier herzugehen. Das Bühnenbild und die Kostüme (Gabi Sailer) der jungen
Leute gefielen mir sehr gut und die Inszenierung (Peter Kock) fand ich ebenfalls
hervorragend. Die Einleitung und Informationen, die Michael Dixon (Musikalische
Leitung) uns gab, fand ich interessant, das Klavier (Adam Benzwi) hervorragend
und die Sänger taten ihr bestes in Mimik und Gesang. Leider weiß ich jetzt
nicht, wer wen darstellte. In meinem Programmheft sind die Namen zwar alle
erwähnt, aber leider nicht den Charakteren zugeordnet, aber die Mimik der
Vogelscheuche und die des Löwen waren überaus brillant. Die Darsteller der
Szenen waren: Jeanette Claßen, Juliane Dreyer, Camilla Kallfaß, Karolina
Kubiak, Lars Redlich, Andreas Röder, Sebastian Smulders, Francisco del Solar.
Ich denke, diese Damen und Herren haben sicherlich noch eine große Karriere in der Musicalmaschinerie vor sich. Das Repertoire dieses Abends belief sich hauptsächlich auf etliche Zaubererstorys, so dass ich den Überblick verloren habe. Es drehte sich alles etwas mehr um den "Zauberer von Oz" und etwas weniger um "Lady in the Dark" - schade - aber nichts desto trotz, die Menge tobte und die Damen und Herren Zauberer und -innen bekamen einen rauschenden Beifall.
Wahrscheinlich war das auch sehr notwendig, dass
diese Zaubersachen den Studenten der UdK beigebracht
wurden, denn damit werden
sie ja in die weite Welt des Musicals entlassen und müssen sich da behaupten
und ich denke, das geht mit Kurt Weill nicht so gut.
Wir
verließen für diesen Tag schwatzend das Bauhaus, nebenbei noch so über
Musical, Vermarktung und Massenwirksamkeit redend, und dachten, dass es ein
gelungener Abend war und das für jedes mögliche Publikum etwas seinem Interesse
entsprechendes dabei war. Man konnte sagen "ganzheitlich", das Kurt
Weill Fest war "ganzheitlich" und das finde ich hervorragend von der
Organisation, dass sie nicht auf nur ein bestimmtes, intellektuelles Thema
abheben. Sie haben es geschafft ein breites Spektrum der Musik in ihrem Programm
zu vereinen und alles hat irgendwie auch etwas mit Kurt Weill zu tun, oder
zumindest mit der Zeit, als er in Dessau lebte. Wie z.B. die Führung im Bauhaus
am nächsten Tag. Ich freute mich sehr darüber und mit mir noch mindestens 40
andere Führungsteilnehmer, die sich um 10:00 Uhr morgens an einem Sonntag
interessiert im Bauhaus einfanden. Im Übrigen war es zur Führung im Museum
nicht anders. Ich hatte auch da ca. 40 Leute geschätzt. Also auch hier, eine hervorragende
Idee der Organisation! Wie gesagt, auf die Führung im Bauhaus freute ich mich
sehr, da das Bauhaus mich überaus interessiert und ich noch nie in die
heiligen, nur für Führungen und Museumsbesucher geöffnete Hallen des
Bauhauses vorgedrungen war. Unsere Führungsdame war übe
raus kompetent und
durchstreifte mit uns Museumsräume und Bauhausküche, wir durften die
Fenstertechnik ausprobieren und auf vielgerühmten Sitzgelegenheiten sitzen. Wir
durften unsere Ellenbogen auf die bauhaushohen Kantinentische stemmen und die abgestimmte
Farbgebung der Bauhausbühne von der Bühne aus betrachten - die Bretter, die
die Welt bedeuteten zusammen mit Info rund ums Bauhaus betreten. Das ist schon was und
hat gehörig viel Spaß gemacht.
Das einzige, was an der Sache bedauerlich war,
ist, dass ich mir einfach nicht alles merken konnte, was so interessant und rhetorisch
brillant vorgetragen wurde. Es waren unwahrscheinlich viele Eindrücke und
Informationen, die wir dann erst mal in der Bauhauscafeteria bei einer großen Tasse
Milchkaffee auswerten mussten und wieder dieses angenehme Ambiente und diese
wohltuende Atmosphäre, so dass man sich gar nicht trennen hätte wollen. Aber
auch der beste Kaffee ist mal ausgetrunken und das gute Koffein ließ den
Tatendrang wieder erwachen und weil es am Abend den Weillschen Lindberghflug gab,
war es unbedingt notwendig das Dessauer Junkers Museum zu besuchen. Irgendwie
wunderte mich, dass ich da eine Führung im Programm des Kurt Weill Festes wohl
übersehen haben muss, denn es war sicherlich so, dass es eine gab. Geht gar
nicht anders, denn was ist naheliegender wenn man Abends zum Lindberghflugkonzert
geht, am Nachmittag dem Junkersmuseum einen Besuch abzustatten. Das ist sogar
sehr wichtig, denn anders würde man das Gespräch Lindberghs mit seinem Motor
überhaupt nicht verstehen! Man hätte überhaupt keinen Bezug dazu. ABER wenn
man sich vorher die vielen Motoren im Museum angesehen hat und durch liebevolle
Führung zu jedem seinen Leidensweg erfuhr, konnte man bei den Lindberghschen
Takten richtig mitfühlen. Das Herz würde einem bluten, wenn das Orchester das
Motorengeräusch über die Bühne brummeln ließ und die Tränen würden einem
im Auge stehen, wenn der Flieger so besorgt seine Technik mental tätschelt -
ach ja - seufz - das sind wahre Gefühle und diese kommen auf, wenn ein alter
Herr im Junkers Museum über seine Motoren und Flugzeuge redet.
Mein
erster Eindruck vom Museum war ja nun nicht gerade der beste - so als völlig
Motorenunverständliche, sah ich Tante Ju, blickte noch mal schnell nach rechts
und links und dachte - ok, hier bist du in 5 Minuten durch... Aber dann, als wir
an den Junkers Badeöfen standen und uns interessiert die sehr gut beschriebenen
Beschreibungen dazu durchzulesen begannen, kam ein älterer Herr auf uns zu und
meinte, er wäre hier um Fragen zu beantworten, ob wir welche hätten. Nun ja,
die erste Frage, die einem Junkersunerfahrenen Besucher aufkam, war: "Hat
er die Badeöfen zuerst gebaut, oder zuerst die Flugzeuge?"... naja und das
war das Stichwort uns von den Badeöfen weg und zu den Motoren und Flugzeugen
hinzulocken. Wir folgten brav dem ehemaligen Militärflieger und Flugausbilder
und er erzählte uns wie die Motoren so funktionierten und worauf man achten
müsse, wenn man die alte Tante Ju fliegen würde, wie das so mit der MIG 15 ist
und was man von Schleudersitzen zu halten hätte. Unwahrscheinlich! Ich liebte
sofort jedes Flugzeug und Motor in dieser Ausstellungshalle und dachte, was für
ein Glück wir hatten, diesem Mann zu begegnen. Er wusste soviel über jeden
einzelnen Motor und seine Funktionsweise und letztendlich kamen wir sogar dazu,
zwei der Prachtexemplare auszuprobieren - nur einen Test des alten Traktors gab es
nicht: "Der gehört dem Chef" war die Bemerkung dazu. Also Leute,
falls es Euch jemals nach Dessau verschlägt, schaut Euch das Junkersmuseum an
und fragt unbedingt nach einer Führung dieses Faktotums. Wirklich dringend zu
empfehlen! Leider hat er uns seinen Namen nicht genannt, sonst könnte ich Euch
bessere Informationen geben - aber ich denke
die Damen und Herren
Junkersmuseumsbetreiber wissen, wen ich meine.
Der Lindberghflug im Anhaltischen Theater mit Weillscher Musik und Brechtschem Text, umgesetzt und vorgetragen von HK Gruber, Oliver Ringelhahn, Egbert Junghanns, Lee Gun-Wook, dem MDR Sinfonieorchester und -Rundfunkchor war genau wie das Eröffnungskonzert ein absolutes Spitzenereignis dieser Tage. Es passte jede Stimme, jede Mimik und jede gespielte Note zum musikalischen und vokalen Geschehen, kurz und knapp, es war perfekt. Was musste Weill dieser Flug beeindruckt haben, dass er ihn schon 2 Jahre später in solche wunderbares Musikereignis umsetzte.
"In
Form einer Kantate wird Charles Lindberghs Ozeanüberquerung in 15 Nummern
geschildert. Der Flieger (Tenor) kommt selbst zu Wort: Er stellt sich vor,
berichtet von seinem Vorhaben einschließlich technischer Details, gibt
Situationsbeschreibungen vorab und während des Fluges, kommentiert die
geglückte Landung.(...) die Handlungs- und Betrachtungs-Ebenen sind
differenziert; der Chor sorgt zum einen dafür, den "berichtenden"
Charakter des Stückes zu betonen, zum anderen
übernimmt er als gleichsam
kollektive Gestalt Rollen bzw. Figuren."**
Die Musik
ist hervorragend auf den Text abgestimmt und am Text erkennt man sehr gut die
unverkennbare Feder Bertolt Brechts. Ich finde, es war ein Höhepunkt in Kurt
Weills Schaffen, als die beiden zusammengearbeitet haben. Die Texte und Musik
Weills späterer Broadway Musik kommt meiner Meinung nach nicht im Geringsten an
seine geniale Zeit in Europa heran. Allerdings.....
vielleicht "The Ballad
of Magna Carta", die er erst 1940 schrieb und die für mich
zwar ein totales musikalisches Gegenteil zum Lindberghflug war, aber mich
trotzdem ebenfalls überaus beeindruckte. Eine sehr gute Idee dieses nie
gespielte Stück in den zweiten Teil des Konzertabends einzubauen. Wie ist es
doch schön solch ein Kurt Weill Fest in der Nähe zu haben um solch seltene
Stücke vorgetragen zu bekommen. Nur solche Ereignisse bringen das Gute ans
Tageslicht, ohne Festivals wie dieses würde unser Musikspektrum auf ein Minimum
eingeschränkt werden und zum von den großen globalen Plattenfirmen forcierten
und vereinheitlichten Mainstreamprogramm verkümmern. Es ist überaus
erfreulich,
dass diese Kultur am Leben erhalten wird durch Vereine wie die
Kurt-Weill-Gesellschaft e.V.,
die sich darum bemühen und Partner, Förderer und
Sponsoren, wie die NORD/ LB, LOTTO Sachsen-Anhalt, die Ostdeutsche
Sparkassenstiftung, die Sparkasse Dessau, die ÖSA, die Kreissparkasse
Bitterfeld, STRÖER/ SSM, der mdr Figaro, Deutschlandradio Kultur und Freitag,
die Ost-West Wochenzeitung, wo dieser Verein hervorragende Unterstützung
findet. Ich kann nur immer wieder meine Hochachtung dieser Sponsoren
aussprechen, die sich nicht, wie alle anderen, an das zwar jetzt durch Skandale
zerbröckelnde und lächerlich machende, aber trotzdem immer noch recht
gutgehende Sportgeschäft anhängen.
Leider
war dieser kleine aber feine Urlaub vom Alltag wieder viel zu schnell vorbei und
wir verließen Dessau und das
Kurt-Weill-Fest für ein paar Tage, jedoch aber
noch nicht vollständig. Zwischen Arbeitsstress und totalem Zeitmangel zog es
uns trotzdem noch mitten in der Woche in die Weillschen heiligen Hallen zu einem
Jazzkonzert in die Villa Krötenhof. Zuvor gab es noch ein perfektes Dinner im
gut besuchten Pächterhaus mit angenehmer Konversation und Atmosphäre,
brillantem Menü, hervorragendem Wein und freundlichen Oberinnen. So dass wir
schnell den stressigen Wochenalltag vergaßen und gut auf das folgende
Jazzkonzert eingestimmt waren.
Die Villa
Krötenhof ist ein hübscher beschaulicher Schauplatz und sehr gut für solche
Ereignisse verwendbar. So manch Publikum war zwar ein wenig garstig, aber die
Betreuung und Routing am Eingang sehr liebevoll, so dass mein erster Besuch
dieser hübschen Gründerzeitvilla doch eine angenehme Richtung einschlug. Es
kam sogar irgendwie eine Atmosphäre rüber. Zwar nicht unbedingt die eines
Jazzabends, was aber mehr am Publikum als an der Organisation lag, aber doch
eine gemütliche Umgebung mit freudiger Erwartung auf die Protagonisten des
Abends. Eine hübsche Anne Helfrich erschien mit Dietmar Fuhr (Bass) und Dejan
Terzic (Schlagzeug) auf der Bühne im hübschen Saal und freundete sich auf
nette Art sofort mit dem Publikum an. Da wir etwas spät dran waren, die
Platzwahl frei war und das garstige Publikum der vordersten Reihen uns mit dem
Satz "Wir sind ja auch extra schon seit einer halben Stunde hier!"
anfauchte, saßen wir ganz hinten, mit etwas eingeschränkten Blick. Nagut,
dafür waren wir zufrieden und glücklich, da sehr gut vorher dinniert und nicht
die Dinnerzeit mit Platzreihenbesetzen vergeudet, was wohl und wahrscheinlich
einen gewisse unzufriedene Stimmung hervorrief. Irgendwie erinnerte mich das
Ganze an Erzählungen von diversen, Massentourismus liebenden Urlaubern, die
früh um 6 schon ihr Handtuch auf gewünschten Strandliegestuhl platzierten,
damit sie dann um 10 nach der animierten Frühabfütterung ihren Strandplatz
zwischen den anderen Sardinen behaupten konnten. Die sagen dann bestimmt auch
immer zu den Unbedarften:
"Wir sind ja auch extra schon vor 4 Stunden hier
gewesen!" - knurr - beiß - verbell...... rrrrrrrrr.
Nun gut,
das Anke Helfrich Trio
jazzte den ersten Song in den gut gefüllten
Saal... und den Zweiten.... und den
Dritten.... und.... ja, hmmm, ja, naja, hmmm, ok, ich glaube, ich habe keine
Ahnung von Jazz. Wie soll ich es sagen... ich denke, die Musik war spitze und
jede Note perfekt gespielt, aber irgendwie rief es in mir nicht die
Begeisterungsstürme hervor, die ich damals in Wien bei Fazil
Say hatte, oder zur Polditzer Orgelwoche bei Sarah
Kaiser, oder auch zur Musik von Cristin
Claas und l'arc six.
Aber Jazz ist auch eine sehr weitgefasste Sache und es muss ja nicht jedem immer
alles gefallen. Nachdem uns bis zur Pause fast und nicht nur fast immer die
Augen zufielen, zog es uns ob der weiten Heimreise dann doch schon zur Pause
wieder fort an die heimatlichen Strände und ins heimatliche Bett in Erwartung
auf den wieder stressreichen nächsten Arbeitstag. Der nächste Tag brachte dann
auch halbwegs wieder Munterkeit und der nächste Freitag "Nosferatu".
Ja, was soll man jetzt dazu sagen? Wie passt denn "Nosferatu" zu Kurt
Weill? Vermutlich hat er sich diesen schönen alten Kultfilm auch angesehen,
allerdings zu einer Zeit, als er noch kein Kult war. Kurt Weill war 22 Jahre
alt, als "Nosferatu" in den damaligen Kinos avancierte. 86 Jahre
später avancierte er im Anhaltischen Theater Dessau zusammen mit dem
Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Helmut Imig. Ich wette, wenn die
Witwe von Bram Stoker damals gewußt hätte, das der Film so populär werden
würde, hätte sie sich wegen der Urheberrechte nicht so zickig gehabt, sondern
sich besser daran beteiligen lassen. Wahrscheinlich könnten sich dann ihre
Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel jetzt noch davon ein buntes Leben machen und nur gut,
dass sie es damals nicht geschafft haben dieses Meisterwerk zu vernichten, sonst
wären wir nie in den wundervollen Genuss der Aufführung mit
Orchesterbegleitung im Anhaltischen Theater gekommen. Der Film war brillant und
die Musik brachte die Stimmung eines Horrorfilmes wunderbar rüber. Ich hätte
nicht gedacht, dass dieser uralte Stummfilm sogar noch gruselig erscheint. Die
damaligen Schauspieler brachten soviel Ausdruck in das Geschehen, dass der Film
in jeder Sekunde an keiner Spannung verlor. Sogar "Special Effects"
waren eingebaut und ließen die Menge erschaudern.
Die
Musik, die wir zu hören bekamen, war die Musik der Originalfassung von Hans
Erdmann, die lange verschollen war und erst
1994 rekonstruiert werden konnte***
und sie untermauert die ganze spannende Geschichte des Filmes. Wer hätte
gedacht, dass Jagd auf ihn gemacht wurde und dass er eigentlich recht
abenteuerlich in Sicherheit gebracht wurde.
Und eins
ist klar, dieser Film beweist, dass Vampire überhaupt nicht durch Knoblauch
verjagbar sind und die Story mit dem Pflog ins Herz ist auch
aus der Luft
gegriffen und überhaupt sind sie sehr wohl im Spiegel zu sehen. Das einzige,
was sie vertreiben kann ist, wenn sie in eine hübsche Frau verliebt sind und
das Krähen des Hahnes am Morgen verpassen, denn wenn sie Sonnenlicht bekommen,
verpuffen sie wie ein alter Regentropfen in der Sonne und übrig bleibt noch
nicht mal ein klitzekleines Häufchen Asche. Es bleibt eben nichts übrig und
das ist dann an der Geschichte auch wieder sehr interessant, denn wenn nichts
übrig bleibt, weiss man eigentlich nicht, ob es wirklich ein Vampir war, der
das kleine Dörfchen heimgesucht hat, oder doch die Pest. Im Film ist das sehr
gut umgesetzt. Es ist einfach nicht sicher, denn so recht sieht man den Vampir
nun doch nicht in Aktion, aber man sieht Ratten, die das Schiff verlassen und
man sieht, wie die Matrosen so nach und nach im Meer verschwinden. Man bekommt
aber nicht die Ursache gezeigt, immer nur die Wirkung. Zuguterletzt weist der
Arzt des Dorfes sogar noch auf die Pest hin und die begutachtende Hautevolee verlässt eilig den Ort den Geschehens. Ich denke, ich sollte mal das Buch aus
dem Jahre 1897 lesen, denn jetzt, durch diesen Film, ist mein Interesse geweckt
und ich bin schon recht neugierig, in wieweit sich Regisseur Wilhelm Murnau bzw.
Drehbuchautor Henrik Galeen vom Buch wegbewegt haben. Wir jedenfalls bewegten
uns nach der Vorstellung sehr zufrieden wieder weg vom Anhaltischen Theater und
freuten uns auf das letzte Highlight des diesjährigen Kurt-Weill-Festes, dem Abschlusskonzert
als szenische Darstellung Kurt Weills Broadway Träumen. Natürlich gab es an
diesem Wochenende noch viel mehr, was mein Interesse weckte, z.B. HK Grubers
Frankenstein oder der "Traumtänzer-Ball" im Kornhaus. Aber leider war
unser Samstag schon verplant und
so blieb nur noch der Sonntag Abend als Abschluss
dieses gelungenen Festes übrig.
So
brachen wir zur letzten Etappe unseres Weill Marathons auf und auch zur letzten
Etappe der Weillschen Musik, die er sozusagen in seinen amerikanischen Jahren
verfasste und die sich leider doch sehr mit der Broadway Musik beschäftigte. Es
ist immer wieder unvorstellbar für mich, dass er Europa musikalisch so schnell
Good Bye sagte und zu dieser doch sehr amerikanischen Musik überschwenkte.
Unter dem Titel "Broadway Dreams" habe ich mir schon so etwas
vorgestellt, aber nicht gedacht, dass es doch so uninteressant für mich werden
würde. Bitte nicht verwechseln, das ist meine Meinung, die Meinung des Publikums
war überwältigend, was man am nachfolgenden Beifall unschwer feststellen
konnte und auch die Umsetzung und Idee waren brillant. Da gibt es nicht das
Geringste zu meckern, wer Broadwaymusik mag, konnte diese Inszenierung (Jeremy
Webb) und musikalische Umsetzung (Golo Berg) nur lieben. Es war alles perfekt,
bis ins Detail und es war gut durchdacht. Ein hervorragender Abschluss des
Festes, denn begonnen haben sie mit den früheren Werken und abgeschlossen mit
den Spätwerken. Aber es war einfach nicht meine Musik (bis auf die beiden
Stücke aus der Dreigroschenoper natürlich) und ich persönlich fand es sehr
sehr schade, dass Kurt Weill sich zum Schluss so sehr vom Broadway hatte
beeinflussen lassen. Ich kam
mir wirklich vor, als würde ich in den 60er Jahren
in einem passendem Wohnzimmer vorm Fernseher sitzen und mir einen alten
amerikanischen Film ansehen. Blonde lockige Frauen in hübschen Kleidern und
Männer in eleganten Anzügen mit Whiskeygläsern in der Hand spazierten durch
das kleine eckige Röhrenbild und durch die da noch heile amerikanische Welt.
Genau so war die Umsetzung im Anhaltischen Theater. Die Kostüme waren perfekt
und die Sänger (Teri Hansen und Nmon Ford) wunderbar, Bernd Lambrecht als
"Freud" war
hervorragend, das ganze positive amerikanische Bild
stimmte perfekt und die Musik dudelte genauso positiv freundlich dazu. (Sorry
Herr Berg, sie dudeln natürlich nicht, aber es kann ja keiner etwas für die
Vorlage. Wahrscheinlich haben sie alles herausgeholt, was ging.) Mein Nachbar
tat schon hin und wieder die Augen zu und ich versuchte mich in die damalige
Zeit zu versetzen um der Musik etwas abgewinnen zu können, was schon hin und
wieder klappte. Aber letztendlich, danach im Kornhaus, unterhielten wir uns doch
mehr über den Lindbergflug und das Violinenkonzert und lobten Herrn Weill
diesbezüglich in allen Zügen. Wir genossen das gute Essen und die passende
Umgebung und diesmal sogar die überaus freundlichen und authentischen
Oberinnen. Also das muss ich wirklich sagen, was ich damals über das Kornhaus
geschimpft habe, muss ich hier sofort widerrufen. Die Bedienung war diesmal
überaus zuvorkommend, das Essen überaus schmackhaft und das Ambiente perfekt.
Ich denke, ich werde hier doch wieder öfter herkommen und ganz sicher komme ich
auch wieder zum nächsten Kurt-Weill-Fest, denn es war rundherum ein gelungenes Ereignis
in meinem jährlichen Terminkalender. Also an alle Beteiligten einen recht
herzlichen Dank für diese überaus vergnügliche Woche und meine besten
Wünsche und genügend Geld, auf das das nächste Kurt-Weill-Fest ebenfalls so
hervorragend werden würde!
Eure Jana
*"Schauplatz vernünftiger Menschen" Kultur und Geschichte in Anhalt/ Dessau - Katalog zur Dauerausstellung des Museums für Stadtgeschichte Dessau; "Das Schloss zu Dessau. Eine Baugeschichte" - Barbara Czerannowski; S. 18
**Programm des Kurt-Weill-Fest Dessau; 14.02.2008; Kurt-Weill-Gesellschaft e.V.; S.28/ 29
***Programm des Kurt-Weill-Fest Dessau; 14.02.2008; Kurt-Weill-Gesellschaft e.V.; S.51