Technik und Fortschritt waren Anfang des letzten Jahrhundert bezeichnend und wegweisend für unsere heutige Zeit. Unglaubliches wurde geschaffen und Innovation rückte mehr denn jeh in den Vordergrund dieser Epoche der Menschheit.

In den 20er/ 30er Jahren gab es einen Aufbruch in allen Bereichen... Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik, Innovation und Architektur.

Durch die Weimarer Republik, ein Auslöser dieses freiheitlichen Denkens und der Aufbruchstimmung, kamen Kreativität und Ideenreichtum der Menschen an die Oberfläche der entstaubten Gesellschaft. Ein fortschrittliches Technikzeitalter wurde geboren und eine Hochburg dieses Aufbruches war Dessau. Ja, ich weiß, das ist kaum zu glauben, wenn man sich Dessau jetzt so anschaut, ABER wenn man genau hinsieht, kann man einige Überbleibsel und Highlights seiner großen Zeit finden. Das Abenteuer der Aufbruchszeit des Anfangs des 20. Jh. liegt dort vor der Haustür. Man braucht sich nur darin fallen zu lassen. Am allerbesten funktioniert das Fallenlassen in der Zeit der Kurt-Weill Festspiele, die Dessau jedes Jahr im Februar/ März in diese spannende Zeit hineinkatapultieren und uns im Rhythmus der 20er Jahre tanzen lassen. Jedes Jahr mehr etabliert sich das Kurt-Weill-Fest zu einem Festival der Spitzenklasse, jedes Jahr strömen mehr und mehr Besucher in die einstige Hochburg des Bauhaus Dessau - Foto: Thomas Beyer Fortschritts und jedes Jahr wird das Dessauer Programm umfangreicher und vielseitiger. In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit, seine Vielseitigkeit in allen seinen Fassetten kennenzulernen, vom Fourier Transformierten Violinenkonzert über Bauhausimpressionistische Musicalszenen bis hin zu expressionistischer Filmkunst aus der Glanzzeit des Stummfilms. 

Es war eine Woche voller interessanter Begebenheiten und Eindrücke, die nicht nur musikalische und informative, sondern auch kulinarische Perfektion widerspiegelte. 

Das Unglaublichste und Perfekteste war die Darstellung Kurt Weills Konzertes für Violine und Blasorchester Op.12, durch Kolja Blacher und das Mahler Chamber Orchestra. Ich hatte bisher noch nichts Vergleichbares erlebt, wie die Solisten dieses Orchesters, jeder Einzelne in dieser großartigen Formation, mit soviel Enthusiasmus und Leidenschaft, solch brillante Töne in meinen Geist transferierten. Es war eines der größten Genüsse in dieser Woche, dieser Brillanz lauschen zu dürfen. Die Spannung, die in den Zuhörersaal katapultiert wurde war berauschend und ich versuche jeden einzelnen Ton dieser brillanten Musik zu erfassen und in meinem Gehirn zu speichern, so dass ich sie niemals wieder vergessen möge. Ich lauschte Kolja Blachers Violine und dieser Fourier-Transformation der Musik und ich war überaus glücklich solch einen hervorragenden Einstieg in das Kurt Weill Fest 2008 miterleben zu dürfen. Kurt Weill schrieb dieses Werk 1924, also mit 24 Jahren und man hört soviel Talent aus diesen Takten heraus, dass man gar nicht mehr genug davon bekommen konnte. Kein Zweifel, der Mann ist ein Genie dieser Zeit und sein Enthusiasmus ist überaus ansteckend, so dass man sich freut, dass dies erst der Anfang einer wunderbaren Odyssee ist.

Die Violine steht ganz allein einem Blasorchester gegenüber und irgendwie meint man, ob das wohl gut geht? Die vertragen sich doch bestimmt nicht, es gibt sicherlich dumpfes Gezanke und schrilles Geschrei, so dass man sich die Ohren zuhalten müsse - aber völlig daneben, die beiden Fraktionen erschaffen eine musikalische Harmonie. Zu mindest in dieser Aufführung. 

Am 29. Oktober 1925, zur deutschen Erstaufführung in Dessau, soll das wohl nicht ganz so gewesen sein. Da sieht man mal wieder, es kommt immer auf Dirigent und Orchester an und das war in unserem Fall einfach unschlagbar. Das Mahler Chamber Orchestra sollte man unbedingt im Auge behalten und Kurt Weills Violinkonzert mit Blasorchester ebenfalls. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir in einer der Pressekonferenzen erfahren, dass es wohl in nächster Zeit eine Einspielung dieser Brillanz geben wird. Ich bin sehr gespannt darauf.

Gespannt war ich auch auf den nächsten Morgen unseres Kurt Weill Wochenendes. Wir hatten beschlossen das erste Wochenende in Dessau zu verbringen und ein paar mehr Angebote des Kurt Weill Festes in Anspruch zu nehmen. So auch der Besuch des Museums für Stadtgeschichte Dessau am nächsten Morgen. Selbstverständlich stand bei diesem ebenfalls Kurt Weill im Mittelpunkt. 

Museum für Stadtgeschichte Dessau - Johannbau - Foto: Thomas BeyerDas Museum für Stadtgeschichte Dessau befindet sich im neu rekonstruierten Johannbau des damaligen Schlosses, was leider fast komplett durch den zweiten Weltkrieg zerstört wurde und dem die 40 Jahre Vorwendezeit auch nicht sehr gut taten. Es blutet einem immer wieder das Herz, wenn man daran denkt, was der Krieg dieser Stadt angetan hat. Es ist so unendlich schade, dass kaum noch Überbleibsel aus der Dessauer Kurt-Weill Epoche vorhanden sind. Im Museum für Stadtgeschichte kann man die traurigen Tatsachen besichtigen. 84% der Innenstadt wurden damals vernichtet und vom 1530/33 erbauten Dessauer Residenzschloss* blieben nur noch Rudimente, letztendlich nur noch die Fassaden des Johannbaus, die dann zwischen 1991 und 2004 denkmalgerecht restauriert wurden*.

Wir durften das Werk bestaunen und ich meine, es ist gut gelungen. Ich glaube 8 Millionen gehört zu haben, oder 5 - bin mir nicht mehr sicher. Aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt das Geld zu investieren. 

Interessant sind auch die geschichtlichen Abrisse. Eine Menge alter Bekannter tauchen wieder auf, wie Otto der Reiche, den wir noch sehr gut aus Freiberg kennen und der ein bedeutender Vertreter aus dem Geschlecht der Wettiner war und sein Sohn Albrecht der Bär, ein Vertreter der askanischen Linie, die leider mit dem Tod seines Sohnes Bernhard letztendlich unterging. 

Man könnte hier kreuz und quer durch die Geschichte hüpfen und etliche Parallelen zwischen den einzelnen Geschlechtern ziehen. Man könnte von Aschersleben und Ballenstedt bis nach Meißen, Wettin und letztendlich auch Dresden hüpfen und würde immer mehr interessante Verknüpfungen finden. Man würde bei der vielen Hüpferei sogar bei Wallenstein landen und könnte neben Verbindungen zu Dessau, Lützen und Wien, auch Verbindungen zu Schiller finden und dann in Leipzig landen..... ach, man könnte sich hier herrlich austoben und könnte seitenweise dazu schreiben, aber ich muss mich hier wohl doch zurückhalten, denn eigentlich geht es um Kurt Weill und seine Zeit und nicht die vielen der anderen interessanten Aspekte, die auch mit Depressionen in Dessau - Foto: Thomas Beyer Dessau zu tun haben. Es gibt noch so viel zu berichten und ich darf mich nicht verfangen in diese kleinen geschichtlichen Ausreißer. Also dann wieder einen Sprung vom Jahr 1625  zurück ins Jahr 1925. "Ich sitze da un' esse Klops" - nein, ich glaube, das hatten sie diesmal nicht im Kurt Weill Spektrum dabei, ich denke aber HK Gruber kennt's. Nagut, zu ihm kommen wir später noch....

Zurück zur Führung im Museum und somit zu Kurt Weill und das Dessauer Theater. Kurt Weill war schon immer vom Theater fasziniert und hatte schon als 10 jähriger, dank des Theaterfürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, Exklusivrechte für Eintritt und Theaterleben am alten Dessauer Theater. Das prägte natürlich ungemein und brachte uns letztendlich diese fantastische Musik, ich würde sagen bis 1933/35 haben wir sehr viel von seinen europäischen Jahre. Danach prägte ein anderer Einfluss seine Musik, den wir hier zum Abschlusskonzert kennenlernen werden. Im Übrigen war das Eröffnungskonzert und Abschlusskonzert zeitlich hervorragend abgestimmt. Man spaziert zusammen mit dem Kurt Weill Fest durch sein ganzes Leben, sogar der Reihenfolge nach. Gut überlegt!

Gut überlegt und erklärt waren auch die Dessauer Zeiten Kurt Weills durch eine sehr angenehme und intelligente Referentin des Museums. Leider habe ich mir ihren Namen nicht gemerkt, aber es hat mir sehr gut gefallen, wie sie uns Kurt Weills Theaterzeit in Dessau erklärte. Dadurch erfuhren wir, so als eigentlich Kurt Weill UnerfahreDepressionen in Dessau - Foto: Thomas Beyerne, wo er in Dessau gelebt hat und das ein Teil des Gebäudes noch existiert. Das ist doch wiedermal einer Pilgerreise wert und wir machten uns gleich nach der Führung auf den Weg. Erst mal hoffend, dass es kein "Knäulchen" gab, da wir unbefugt ein paar Minuten länger parkten - wir hatten einfach nicht damit gerechnet, dass die Führung so lange gehen würde und die Parkuhr dementsprechend nicht ordentlich gefüttert. Ich fand es ja sehr interessant, dass die Weltstadt Dessau mit Parkuhren zugepflastert ist. Das schreckt einen noch mehr vom Einkaufs- oder Besichtigungsbummel ab. Es scheint immer sehr viel los zu sein in der Dessauer City, sonst würden sie ja solch drastische Maßnahmen gar nicht brauchen - ich war beeindruckt. Also war nix mit gemütlich zur weillschen Synagoge zu spazieren, wir mussten erst mal unser Auto in Sicherheit bringen und einen neuen Parkplatz für diesen kurzen Stopp suchen. 

In Mitten eines depressionistischen Viertels stand das arme kleine alte graffitikalisch beschriebene Überbleibsel der Synagoge, das Kantorhaus, wo Weills Familie ihre Dessauer Zeit verbrachte. Wir schauten es uns von vorn an, von rechts, von links, von seitlich hinten, dann wieder von vorn - ja, gut, ein eigentlich hübsches Haus in Mitten der Dessauer Nachbauhausdepressionen. Wir entschieden uns daher, besser die Flucht zu ergreifen und versuchten eine schönere Ecke zu finden, am besten, wo man auch etwas Gutes in den Magen bekommt. Ich erinnerte mich an die Rückseite des Programmfaltblattes des Eröffnungskonzertes mit hervorragenden Hinweisen, wo man auch nach dem Konzert noch etwas zu Essen bekommen kann. Erwähnenswert, dass auch das Theaterrestaurant noch bis 90 Minuten nach der Vorstellung warme Küche angeboten hat - wir waren an diesem Abend im Pächterhaus, meiner Meinung nach ein absolutes Spitzenrestaurant. Diesmal, dachten wir, versuchen wir das Brauhaus "Zum Alten Dessauer". Tja, und wie solche Brauhäuser eben sind, die jetzt überall, wie damals die Kartoffelhäuser, aus dem Boden schießen, darf man da nicht so sehr viel erwarten. Es war ganz gemütlich rustikal, die Oberinnen waren freundlich und sie hatten sich sogar mit einigen Angeboten auf Ihrer Speisekarte am Kurt Weill Fest beteiligt. Also der Wille war da, aber die kulinarische Umsetzung dann halt nicht so bemerkenswert. Wie das eben bei solchen Häusern so ist. Aber sie erheben ja auch nicht den Anspruch eines Pächter- oder Kornhauses. Wir wurden sehr gut satt, beschlossen aber am nächsten Tag wieder ins Pächterhaus zu gehen und freuten und auf den bevorstehenden Abend mit "Somewhere over the Rainbow", einem szenischem Konzert der Universität der Kurt Weill Haus in Dessau - Foto: Thomas Beyer Künste Berlin im Bauhaus Dessau. Es war jetzt nicht so, dass mich Musicals besonders interessieren oder mir gar gefallen, nein, hier galt mein Interesse am meisten der Aufführung im Bauhaus. Ich wollte schon immer mal die Bauhausbühne in Aktion sehen und da kam die Gelegenheit gerade recht und nun ja, wer weiß, vielleicht schaffen sie es mich zum Musical Fan zu konvertieren.

Wir pilgerten also zum Bauhaus, eines meiner absoluten Lieblingsorte in Dessau. 

Es beeindruckt mich immer wieder, wie zu solcher Zeit solch modernes Bauwerk entstehen konnte. Hätte man mich vor Jahren gefragt, auf welche Zeit ich den Bau schätzte, hätte ich steif und fest behauptet um die 70er Jahre herum. Damals hat es mich umgehauen zu erfahren, dass Walter Gropius dieses moderne Kunstwerk 1925/26 baute. Es gibt Bilder in der Bauhausausstellung, da sieht man Pferdefuhrwerke vor dem Gebäude stehen - unglaublich! Man stelle sich mal vor, wie die Leute damals reagierten, als sie dieses eckige Monster vor die Tore Dessaus stellten. Es ist unglaublich wie fortschrittliche die Kunst- und Bauszene zur Zeit der Weimarer Republik war. Da gab es so viel Innovation und Forschungsdrang, bedenke man nur mal den Flugzeugbau um Junkers herum. Das war alles zu dieser Zeit in Dessau. Technik, Fortschritt und Kultur vereint, das zeichnet auch das Bauhaus aus - und genau aus dem Grund, wollte ich unbedingt mal die berühmte Bauhausbühne in Aktion sehen. Eine hervorragende Idee der Veranstalter das Bauhaus mit einzubeziehen, obwohl Kurt Weill damit wohl nicht so viel am Hut hatte - macht aber nichts, denn Bauhaus war genau seine Zeit. Zu Bauhausspitzenzeit erschuf Weill solche Highlights wie "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", die "Dreigroschenoper", "Happy End" und auch den "Lindberghflug", den wir noch kennenlernen sollten. Ich meine, DAS war genau auch seine Bestzeit. Das was nach 1933 von Kurt Weill kam, war größtenteils Broadway Musik - irgendwie unvorstellbar, dass er so in die Musical Szene abdriftete, wo er doch vorher so endlos brillante Werke schuf. 

Musical, das wäre jetzt das Stichwort. Die UdK Berlin und ein bisschen "Lady in the Dark" auf der Bauhausbühne. Das war das, was jetzt interessant wurde: Wie klingt "Lady in the Dark", 1940 geschrieben und wie ist die Atmosphäre der Bauhausbühne. 

Die Plätze waren rar und gut besetzt, das Publikum war angenehm und interessant. Ich fühlte mich sofort wohl in dieser Bauhaus Dessau - Foto: Thomas Beyer Umgebung. Das Ambiente und die Atmosphäre stimmten perfekt und der farblich abgestimmte Bauhaussaal war überaus sehenswert und passte zum Design der Bühne - herrlich! Was für eine grandiose Idee hier herzugehen. Das Bühnenbild und die Kostüme (Gabi Sailer) der jungen Leute gefielen mir sehr gut und die Inszenierung (Peter Kock) fand ich ebenfalls hervorragend. Die Einleitung und Informationen, die Michael Dixon (Musikalische Leitung) uns gab, fand ich interessant, das Klavier (Adam Benzwi) hervorragend und die Sänger taten ihr bestes in Mimik und Gesang. Leider weiß ich jetzt nicht, wer wen darstellte. In meinem Programmheft sind die Namen zwar alle erwähnt, aber leider nicht den Charakteren zugeordnet, aber die Mimik der Vogelscheuche und die des Löwen waren überaus brillant. Die Darsteller der Szenen waren: Jeanette Claßen, Juliane Dreyer, Camilla Kallfaß, Karolina Kubiak, Lars Redlich, Andreas Röder, Sebastian Smulders, Francisco del Solar.

Ich denke, diese Damen und Herren haben sicherlich noch eine große Karriere in der Musicalmaschinerie vor sich. Das Repertoire dieses Abends belief sich hauptsächlich auf etliche Zaubererstorys, so dass ich den Überblick verloren habe. Es drehte sich alles etwas mehr um den "Zauberer von Oz" und etwas weniger um "Lady in the Dark" - schade - aber nichts desto trotz, die Menge tobte und die Damen und Herren Zauberer und -innen bekamen einen rauschenden Beifall. 

Wahrscheinlich war das auch sehr notwendig, dass diese Zaubersachen den Studenten der UdK beigebracht Bauhaus Dessau - Foto: Thomas Beyer wurden, denn damit werden sie ja in die weite Welt des Musicals entlassen und müssen sich da behaupten und ich denke, das geht mit Kurt Weill nicht so gut. 

Wir verließen für diesen Tag schwatzend das Bauhaus, nebenbei noch so über Musical, Vermarktung und Massenwirksamkeit redend, und dachten, dass es ein gelungener Abend war und das für jedes mögliche Publikum etwas seinem Interesse entsprechendes dabei war. Man konnte sagen "ganzheitlich", das Kurt Weill Fest war "ganzheitlich" und das finde ich hervorragend von der Organisation, dass sie nicht auf nur ein bestimmtes, intellektuelles Thema abheben. Sie haben es geschafft ein breites Spektrum der Musik in ihrem Programm zu vereinen und alles hat irgendwie auch etwas mit Kurt Weill zu tun, oder zumindest mit der Zeit, als er in Dessau lebte. Wie z.B. die Führung im Bauhaus am nächsten Tag. Ich freute mich sehr darüber und mit mir noch mindestens 40 andere Führungsteilnehmer, die sich um 10:00 Uhr morgens an einem Sonntag interessiert im Bauhaus einfanden. Im Übrigen war es zur Führung im Museum nicht anders. Ich hatte auch da ca. 40 Leute geschätzt. Also auch hier, eine hervorragende Idee der Organisation! Wie gesagt, auf die Führung im Bauhaus freute ich mich sehr, da das Bauhaus mich überaus interessiert und ich noch nie in die heiligen, nur für Führungen und Museumsbesucher geöffnete Hallen des Bauhauses vorgedrungen war. Unsere Führungsdame war überaus kompetent und durchstreifte mit uns Museumsräume und Bauhausküche, wir durften die Fenstertechnik ausprobieren und auf vielgerühmten Sitzgelegenheiten sitzen. Wir durften unsere Ellenbogen auf die bauhaushohen Kantinentische stemmen und die abgestimmte Farbgebung der Bauhausbühne von der Bühne aus betrachten - die Bretter, die die Welt bedeuteten zusammen mit Info rund ums Bauhaus betreten. Das ist schon was und hat gehörig viel Spaß gemacht. Bauhaus Dessau - Foto: Thomas Beyer Das einzige, was an der Sache bedauerlich war, ist, dass ich mir einfach nicht alles merken konnte, was so interessant und rhetorisch brillant vorgetragen wurde. Es waren unwahrscheinlich viele Eindrücke und Informationen, die wir dann erst mal in der Bauhauscafeteria bei einer großen Tasse Milchkaffee auswerten mussten und wieder dieses angenehme Ambiente und diese wohltuende Atmosphäre, so dass man sich gar nicht trennen hätte wollen. Aber auch der beste Kaffee ist mal ausgetrunken und das gute Koffein ließ den Tatendrang wieder erwachen und weil es am Abend den Weillschen Lindberghflug gab, war es unbedingt notwendig das Dessauer Junkers Museum zu besuchen. Irgendwie wunderte mich, dass ich da eine Führung im Programm des Kurt Weill Festes wohl übersehen haben muss, denn es war sicherlich so, dass es eine gab. Geht gar nicht anders, denn was ist naheliegender wenn man Abends zum Lindberghflugkonzert geht, am Nachmittag dem Junkersmuseum einen Besuch abzustatten. Das ist sogar sehr wichtig, denn anders würde man das Gespräch Lindberghs mit seinem Motor überhaupt nicht verstehen! Man hätte überhaupt keinen Bezug dazu. ABER wenn man sich vorher die vielen Motoren im Museum angesehen hat und durch liebevolle Führung zu jedem seinen Leidensweg erfuhr, konnte man bei den Lindberghschen Takten richtig mitfühlen. Das Herz würde einem bluten, wenn das Orchester das Motorengeräusch über die Bühne brummeln ließ und die Tränen würden einem im Auge stehen, wenn der Flieger so besorgt seine Technik mental tätschelt - ach ja - seufz - das sind wahre Gefühle und diese kommen auf, wenn ein alter Herr im Junkers Museum über seine Motoren und Flugzeuge redet. 

Bauhaus Dessau - Foto: Thomas BeyerMein erster Eindruck vom Museum war ja nun nicht gerade der beste - so als völlig Motorenunverständliche, sah ich Tante Ju, blickte noch mal schnell nach rechts und links und dachte - ok, hier bist du in 5 Minuten durch... Aber dann, als wir an den Junkers Badeöfen standen und uns interessiert die sehr gut beschriebenen Beschreibungen dazu durchzulesen begannen, kam ein älterer Herr auf uns zu und meinte, er wäre hier um Fragen zu beantworten, ob wir welche hätten. Nun ja, die erste Frage, die einem Junkersunerfahrenen Besucher aufkam, war: "Hat er die Badeöfen zuerst gebaut, oder zuerst die Flugzeuge?"... naja und das war das Stichwort uns von den Badeöfen weg und zu den Motoren und Flugzeugen hinzulocken. Wir folgten brav dem ehemaligen Militärflieger und Flugausbilder und er erzählte uns wie die Motoren so funktionierten und worauf man achten müsse, wenn man die alte Tante Ju fliegen würde, wie das so mit der MIG 15 ist und was man von Schleudersitzen zu halten hätte. Unwahrscheinlich! Ich liebte sofort jedes Flugzeug und Motor in dieser Ausstellungshalle und dachte, was für ein Glück wir hatten, diesem Mann zu begegnen. Er wusste soviel über jeden einzelnen Motor und seine Funktionsweise und letztendlich kamen wir sogar dazu, zwei der Prachtexemplare auszuprobieren - nur einen Test des alten Traktors gab es nicht: "Der gehört dem Chef" war die Bemerkung dazu. Also Leute, falls es Euch jemals nach Dessau verschlägt, schaut Euch das Junkersmuseum an und fragt unbedingt nach einer Führung dieses Faktotums. Wirklich dringend zu empfehlen! Leider hat er uns seinen Namen nicht genannt, sonst könnte ich Euch bessere Informationen geben - aber ich denke Junkers Museum Dessau - Foto: Thomas Beyer die Damen und Herren Junkersmuseumsbetreiber wissen, wen ich meine.

Der Lindberghflug im Anhaltischen Theater mit Weillscher Musik und Brechtschem Text, umgesetzt und vorgetragen von HK Gruber, Oliver Ringelhahn, Egbert Junghanns, Lee Gun-Wook, dem MDR Sinfonieorchester und -Rundfunkchor war genau wie das Eröffnungskonzert ein absolutes Spitzenereignis dieser Tage. Es passte jede Stimme, jede Mimik und jede gespielte Note zum musikalischen und vokalen Geschehen, kurz und knapp, es war perfekt. Was musste Weill dieser Flug beeindruckt haben, dass er ihn schon 2 Jahre später in solche wunderbares Musikereignis umsetzte. 

"In Form einer Kantate wird Charles Lindberghs Ozeanüberquerung in 15 Nummern geschildert. Der Flieger (Tenor) kommt selbst zu Wort: Er stellt sich vor, berichtet von seinem Vorhaben einschließlich technischer Details, gibt Situationsbeschreibungen vorab und während des Fluges, kommentiert die geglückte Landung.(...) die Handlungs- und Betrachtungs-Ebenen sind differenziert; der Chor sorgt zum einen dafür, den "berichtenden" Charakter des Stückes zu betonen, zum anderen übernimmt er als gleichsam kollektive Gestalt Rollen bzw. Figuren."**

Die Musik ist hervorragend auf den Text abgestimmt und am Text erkennt man sehr gut die unverkennbare Feder Bertolt Brechts. Ich finde, es war ein Höhepunkt in Kurt Weills Schaffen, als die beiden zusammengearbeitet haben. Die Texte und Musik Weills späterer Broadway Musik kommt meiner Meinung nach nicht im Geringsten an seine geniale Zeit in Europa heran. Allerdings..... vielleicht "The Ballad of Magna Carta", die er erst 1940 schrieb und die für mich zwar ein totales musikalisches Gegenteil zum Lindberghflug war,  aber mich trotzdem ebenfalls überaus beeindruckte. Eine sehr gute Idee dieses nie gespielte Stück in den zweiten Teil des Konzertabends einzubauen. Wie ist es doch schön solch ein Kurt Weill Fest in der Nähe zu haben um solch seltene Stücke vorgetragen zu bekommen. Nur solche Ereignisse bringen das Gute ans Tageslicht, ohne Festivals wie dieses würde unser Musikspektrum auf ein Minimum eingeschränkt werden und zum von den großen globalen Plattenfirmen forcierten und vereinheitlichten Mainstreamprogramm verkümmern. Es ist überaus erfreulich, dass diese Kultur am Leben erhalten wird durch Vereine wie die Kurt-Weill-Gesellschaft e.V., die sich darum bemühen und Partner, Förderer und Sponsoren, wie die NORD/ LB, LOTTO Sachsen-Anhalt, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die Sparkasse Dessau, die ÖSA, die Kreissparkasse Bitterfeld, STRÖER/ SSM, der mdr Figaro, Deutschlandradio Kultur und Freitag, die Ost-West Wochenzeitung, wo dieser Verein hervorragende Unterstützung findet. Ich kann nur immer wieder meine Hochachtung dieser Sponsoren aussprechen, die sich nicht, wie alle anderen, an das zwar jetzt durch Skandale zerbröckelnde und lächerlich machende, aber trotzdem immer noch recht gutgehende Sportgeschäft anhängen. 

Leider war dieser kleine aber feine Urlaub vom Alltag wieder viel zu schnell vorbei und wir verließen Dessau und das Kurt-Weill-Fest 2008; Villa Krötenkopf - Foto: Thomas Beyer Kurt-Weill-Fest für ein paar Tage, jedoch aber noch nicht vollständig. Zwischen Arbeitsstress und totalem Zeitmangel zog es uns trotzdem noch mitten in der Woche in die Weillschen heiligen Hallen zu einem Jazzkonzert in die Villa Krötenhof. Zuvor gab es noch ein perfektes Dinner im gut besuchten Pächterhaus mit angenehmer Konversation und Atmosphäre, brillantem Menü, hervorragendem Wein und freundlichen Oberinnen. So dass wir schnell den stressigen Wochenalltag vergaßen und gut auf das folgende Jazzkonzert eingestimmt waren. 

Die Villa Krötenhof ist ein hübscher beschaulicher Schauplatz und sehr gut für solche Ereignisse verwendbar. So manch Publikum war zwar ein wenig garstig, aber die Betreuung und Routing am Eingang sehr liebevoll, so dass mein erster Besuch dieser hübschen Gründerzeitvilla doch eine angenehme Richtung einschlug. Es kam sogar irgendwie eine Atmosphäre rüber. Zwar nicht unbedingt die eines Jazzabends, was aber mehr am Publikum als an der Organisation lag, aber doch eine gemütliche Umgebung mit freudiger Erwartung auf die Protagonisten des Abends. Eine hübsche Anne Helfrich erschien mit Dietmar Fuhr (Bass) und Dejan Terzic (Schlagzeug) auf der Bühne im hübschen Saal und freundete sich auf nette Art sofort mit dem Publikum an. Da wir etwas spät dran waren, die Platzwahl frei war und das garstige Publikum der vordersten Reihen uns mit dem Satz "Wir sind ja auch extra schon seit einer halben Stunde hier!" anfauchte, saßen wir ganz hinten, mit etwas eingeschränkten Blick. Nagut, dafür waren wir zufrieden und glücklich, da sehr gut vorher dinniert und nicht die Dinnerzeit mit Platzreihenbesetzen vergeudet, was wohl und wahrscheinlich einen gewisse unzufriedene Stimmung hervorrief. Irgendwie erinnerte mich das Ganze an Erzählungen von diversen, Massentourismus liebenden Urlaubern, die früh um 6 schon ihr Handtuch auf gewünschten Strandliegestuhl platzierten, damit sie dann um 10 nach der animierten Frühabfütterung ihren Strandplatz zwischen den anderen Sardinen behaupten konnten. Die sagen dann bestimmt auch immer zu den Unbedarften: Kurt Weill Fest 2008 - Dessau - Foto: Thomas Beyer "Wir sind ja auch extra schon vor 4 Stunden hier gewesen!" - knurr - beiß - verbell...... rrrrrrrrr.

Nun gut, das Anke Helfrich Trio jazzte den ersten Song in den gut gefüllten Saal... und den Zweiten.... und den Dritten.... und.... ja, hmmm, ja, naja, hmmm, ok, ich glaube, ich habe keine Ahnung von Jazz. Wie soll ich es sagen... ich denke, die Musik war spitze und jede Note perfekt gespielt, aber irgendwie rief es in mir nicht die Begeisterungsstürme hervor, die ich damals in Wien bei Fazil Say hatte, oder zur Polditzer Orgelwoche bei Sarah Kaiser, oder auch zur Musik von Cristin Claas und l'arc six. Aber Jazz ist auch eine sehr weitgefasste Sache und es muss ja nicht jedem immer alles gefallen. Nachdem uns bis zur Pause fast und nicht nur fast immer die Augen zufielen, zog es uns ob der weiten Heimreise dann doch schon zur Pause wieder fort an die heimatlichen Strände und ins heimatliche Bett in Erwartung auf den wieder stressreichen nächsten Arbeitstag. Der nächste Tag brachte dann auch halbwegs wieder Munterkeit und der nächste Freitag "Nosferatu". Ja, was soll man jetzt dazu sagen? Wie passt denn "Nosferatu" zu Kurt Weill? Vermutlich hat er sich diesen schönen alten Kultfilm auch angesehen, allerdings zu einer Zeit, als er noch kein Kult war. Kurt Weill war 22 Jahre alt, als "Nosferatu" in den damaligen Kinos avancierte. 86 Jahre später avancierte er im Anhaltischen Theater Dessau zusammen mit dem Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Helmut Imig. Ich wette, wenn die Witwe von Bram Stoker damals gewußt hätte, das der Film so populär werden würde, hätte sie sich wegen der Urheberrechte nicht so zickig gehabt, sondern sich besser daran beteiligen lassen. Wahrscheinlich könnten sich dann ihre Ur-Enkel und Ur-Ur-Enkel jetzt noch davon ein buntes Leben machen und nur gut, dass sie es damals nicht geschafft haben dieses Meisterwerk zu vernichten, sonst wären wir nie in den wundervollen Genuss der Aufführung mit Orchesterbegleitung im Anhaltischen Theater gekommen. Der Film war brillant und die Musik brachte die Stimmung eines Horrorfilmes wunderbar rüber. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser uralte Stummfilm sogar noch gruselig erscheint. Die damaligen Schauspieler brachten soviel Ausdruck in das Geschehen, dass der Film in jeder Sekunde an keiner Spannung verlor. Sogar "Special Effects" waren eingebaut und ließen die Menge erschaudern. 

Die Musik, die wir zu hören bekamen, war die Musik der Originalfassung von Hans Erdmann, die lange verschollen war und erst Kurt Weill Fest 2008 - Foto: Thomas Beyer 1994 rekonstruiert werden konnte*** und sie untermauert die ganze spannende Geschichte des Filmes. Wer hätte gedacht, dass Jagd auf ihn gemacht wurde und dass er eigentlich recht abenteuerlich in Sicherheit gebracht wurde. 

Und eins ist klar, dieser Film beweist, dass Vampire überhaupt nicht durch Knoblauch verjagbar sind und die Story mit dem Pflog ins Herz ist auch aus der Luft gegriffen und überhaupt sind sie sehr wohl im Spiegel zu sehen. Das einzige, was sie vertreiben kann ist, wenn sie in eine hübsche Frau verliebt sind und das Krähen des Hahnes am Morgen verpassen, denn wenn sie Sonnenlicht bekommen, verpuffen sie wie ein alter Regentropfen in der Sonne und übrig bleibt noch nicht mal ein klitzekleines Häufchen Asche. Es bleibt eben nichts übrig und das ist dann an der Geschichte auch wieder sehr interessant, denn wenn nichts übrig bleibt, weiss man eigentlich nicht, ob es wirklich ein Vampir war, der das kleine Dörfchen heimgesucht hat, oder doch die Pest. Im Film ist das sehr gut umgesetzt. Es ist einfach nicht sicher, denn so recht sieht man den Vampir nun doch nicht in Aktion, aber man sieht Ratten, die das Schiff verlassen und man sieht, wie die Matrosen so nach und nach im Meer verschwinden. Man bekommt aber nicht die Ursache gezeigt, immer nur die Wirkung. Zuguterletzt weist der Arzt des Dorfes sogar noch auf die Pest hin und die begutachtende Hautevolee verlässt eilig den Ort den Geschehens. Ich denke, ich sollte mal das Buch aus dem Jahre 1897 lesen, denn jetzt, durch diesen Film, ist mein Interesse geweckt und ich bin schon recht neugierig, in wieweit sich Regisseur Wilhelm Murnau bzw. Drehbuchautor Henrik Galeen vom Buch wegbewegt haben. Wir jedenfalls bewegten uns nach der Vorstellung sehr zufrieden wieder weg vom Anhaltischen Theater und freuten uns auf das letzte Highlight des diesjährigen Kurt-Weill-Festes, dem Abschlusskonzert als szenische Darstellung Kurt Weills Broadway Träumen. Natürlich gab es an diesem Wochenende noch viel mehr, was mein Interesse weckte, z.B. HK Grubers Frankenstein oder der "Traumtänzer-Ball" im Kornhaus. Aber leider war unser Samstag schon verplant und so blieb nur noch der Sonntag Abend als Abschluss dieses gelungenen Festes übrig. 

So brachen wir zur letzten Etappe unseres Weill Marathons auf und auch zur letzten Etappe der Weillschen Musik, die er sozusagen in seinen amerikanischen Jahren verfasste und die sich leider doch sehr mit der Broadway Musik beschäftigte. Es ist immer wieder unvorstellbar für mich, dass er Europa musikalisch so schnell Good Bye sagte und zu dieser doch sehr amerikanischen Musik überschwenkte. Unter dem Titel "Broadway Dreams" habe ich mir schon so etwas vorgestellt, aber nicht gedacht, dass es doch so uninteressant für mich werden würde. Bitte nicht verwechseln, das ist meine Meinung, die Meinung des Publikums war überwältigend, was man am nachfolgenden Beifall unschwer feststellen konnte und auch die Umsetzung und Idee waren brillant. Da gibt es  nicht das Geringste zu meckern, wer Broadwaymusik mag, konnte diese Inszenierung (Jeremy Webb) und musikalische Umsetzung (Golo Berg) nur lieben. Es war alles perfekt, bis ins Detail und es war gut durchdacht. Ein hervorragender Abschluss des Festes, denn begonnen haben sie mit den früheren Werken und abgeschlossen mit den Spätwerken. Aber es war einfach nicht meine Musik (bis auf die beiden Stücke aus der Dreigroschenoper natürlich) und ich persönlich fand es sehr sehr schade, dass Kurt Weill sich zum Schluss so sehr vom Broadway hatte beeinflussen lassen. Ich kam Kornhaus Dessau - Foto: Thomas Beyer mir wirklich vor, als würde ich in den 60er Jahren in einem passendem Wohnzimmer vorm Fernseher sitzen und mir einen alten amerikanischen Film ansehen. Blonde lockige Frauen in hübschen Kleidern und Männer in eleganten Anzügen mit Whiskeygläsern in der Hand spazierten durch das kleine eckige Röhrenbild und durch die da noch heile amerikanische Welt. Genau so war die Umsetzung im Anhaltischen Theater. Die Kostüme waren perfekt und die Sänger (Teri Hansen und Nmon Ford) wunderbar, Bernd Lambrecht als "Freud" war hervorragend, das ganze positive amerikanische Bild stimmte perfekt und die Musik dudelte genauso positiv freundlich dazu. (Sorry Herr Berg, sie dudeln natürlich nicht, aber es kann ja keiner etwas für die Vorlage. Wahrscheinlich haben sie alles herausgeholt, was ging.) Mein Nachbar tat schon hin und wieder die Augen zu und ich versuchte mich in die damalige Zeit zu versetzen um der Musik etwas abgewinnen zu können, was schon hin und wieder klappte. Aber letztendlich, danach im Kornhaus, unterhielten wir uns doch mehr über den Lindbergflug und das Violinenkonzert und lobten Herrn Weill diesbezüglich in allen Zügen. Wir genossen das gute Essen und die passende Umgebung und diesmal sogar die überaus freundlichen und authentischen Oberinnen. Also das muss ich wirklich sagen, was ich damals über das Kornhaus geschimpft habe, muss ich hier sofort widerrufen. Die Bedienung war diesmal überaus zuvorkommend, das Essen überaus schmackhaft und das Ambiente perfekt. Ich denke, ich werde hier doch wieder öfter herkommen und ganz sicher komme ich auch wieder zum nächsten Kurt-Weill-Fest, denn es war rundherum ein gelungenes Ereignis in meinem jährlichen Terminkalender. Also an alle Beteiligten einen recht herzlichen Dank für diese überaus vergnügliche Woche und meine besten Wünsche und genügend Geld, auf das das nächste Kurt-Weill-Fest ebenfalls so hervorragend werden würde!

 

Eure Jana 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*"Schauplatz vernünftiger Menschen" Kultur und Geschichte in Anhalt/ Dessau - Katalog zur Dauerausstellung des Museums für Stadtgeschichte Dessau; "Das Schloss zu Dessau. Eine Baugeschichte" - Barbara Czerannowski; S. 18

**Programm des Kurt-Weill-Fest Dessau; 14.02.2008; Kurt-Weill-Gesellschaft e.V.; S.28/ 29

***Programm des Kurt-Weill-Fest Dessau; 14.02.2008; Kurt-Weill-Gesellschaft e.V.; S.51