3. Sinfoniekonzert

Da mir das 2. Sinfoniekonzert des Opernhauses so gut gefallen hat, entschloss ich mich mir das 3. Sinfoniekonzert auch anzuhören. Diesmal dirigierte Jonas Alber Johannes Brahms' Konzert für Violine und Violoncello und Anton Bruckners "Missglückte" 3. Sinfonie. Das Konzert fand wieder in unserem kleinen Opernhaus statt und wieder hatte ich einen Platz in meiner Lieblingsreihe. Diesmal bekam ich auch wieder vorher ein Essen, da ich pünktlich aus dem Büro verschwinden konnte und DIESMAL war das Restaurant auch klasse. 
Wir waren im "Zanzibar"  am Uni-Ring. Perfekterweise bekam ich auch einen erstklassigen Parkplatz zwischen Opernhaus und Bar. So daß wir Johannes Brahms (1833 - 1897)noch eine gute Stunde hatten um uns gemütlich im Restaurant niederzulassen. Ich bestellte mir einen schönen trocknen Rotwein, da ich ja erst wieder in 4 Stunden fahren mußte und genoss das nette Ambiente. 
Das Restaurant ist nicht sehr groß und es war um diese Zeit ziemlich voll. Wir hatten Glück, daß wir noch einen Platz bekamen. Sehr nette Bedienung und ein spitzen Menü. Das Angebot ist zwar eher klein, aber dafür erstklassig. Man bekommt hier nicht den üblichen Tiefkühlpapps und die Preise sind ok. Es hat mir sehr gut gefallen. 

Gegen 19:00 Uhr machten wir uns dann auf den WeAnton Bruckner (1824 - 1896)g zum Opernhaus um die Konzerteinführung nicht zu verpassen. Irgendwo habe ich sicher schon erwähnt, daß ich finde, daß das eine gute Idee vom Opernhaus ist und immer interessant. 
Diesmal ging es um die Entstehung des letzten Orchesterwerkes von Brahms und um seine Freundschaft zum Geiger und Komponisten Joseph Joachim. Ich hätte nicht gedacht, daß er dieses Werk komponiert hat um seine Freundschaft zu Joseph Joachim wieder zu kitten - netter Zug.
Dann noch ein paar Anmerkungen zu Anton Bruckners "Missglückte". Auch interessant, aber es war nicht so ganz neu für mich, daß Bruckner 3 Anläufe brauchte um seine 3. Sinfonie zur Aufführung zu bringen. Aber dafür, daß sie dDorothée Stromberg (Quelle: Homepage Opernhaus Halle)amals keinem so richtig gefallen hat und viele seine Kollegen ihm reinreden wollten, ist sie, finde ich, doch sehr gut gelungen - oder?

Das Konzert begann mit Johannes Brahms' Konzert für Violine und Violoncello und die Solisten kamen aus den eigenen Reihen. Dorothée Stromberg mit ihrer Violine und Hans-Jörg Pohl am Violoncello. Sie spielten fantastisch und es war ein Fest zuzuschaHans-Jörg Pohl (Quelle: Homepage Opernhaus Halle)uen. 
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell die Finger der Geiger über das Griffbrett wandern und könnte stundenlang zusehen. Es war eine wunderbare Musik in der ich so herrlich abtauchen konnte. Leider war die Pause viel zu schnell ran. 
Die beiden Solisten bekamen einen höllischen Applaus, was sie sich wirklich verdient hatten. Ich hoffe, ich bekomme noch öfter etwas von ihnen zu hören. Es hat mir sehr gut gefallen.

Nach der Pause ging es weiter mit Anton Bruckners Sinfonie Nr. 3, die ich persönlich sehr schön finde. Sie hat so einen kleinen Touch von Mahler - oder besser umgedreht, vermutlich würde es Mahler ohneJonas Alber (*1969) - Quelle: Homepage Staatsorchester Braunschweig Bruckner nicht geben. Also gut, ich mag beide. 

Oh jeh, jetzt habe ich doch glatt vor lauter Begeisterung über die Solisten den Dirigenten vergessen - diesmal dirigierte Jonas Alber. Den kannte ich noch nicht. Ich glaube es war auch sein erstes Mal hier am halleschen Opernhaus. Bekannter ist er wohl in Braunschweig. Dort ist er Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Staatsorchesters. 
Also der Mann hat Energie. Soviel Schwung und Bewegung habe ich noch nie bei einem Dirigenten gesehen. Gut, daß unser Orchester da so herrlich mithalten konnte ;-). 
Man merkte, daß er "nebenbei" Geige spielt. Das kam ab und zu mal durch beim Dirigieren, die linke Hand wollte immer den Geigern Konkurrenz machen. 
Hier konnte ich überhaupt nicht abtauchen oder wie sonst die Geiger beobachten. Der Dirigent war einfach zu interessant und Bruckner ist eigentlich auch nichts zum Abtauchen. Wirklich eine sehr schöne Sinfonie. Schade, daß die Konzerte immer so schnell zu Ende gehen :-(

Dieser Abend war einfach perfekt. Das Essen spitze, das Konzert großartig - ja, das könnte ich öfter haben wollen.... Vielen Dank an alle Beteiligten. Ich war sehr zufrieden.

Eure Jana