3. Sinfoniekonzert
Da mir das 2.
Sinfoniekonzert des Opernhauses so gut gefallen hat, entschloss ich mich mir das
3. Sinfoniekonzert auch anzuhören. Diesmal dirigierte Jonas Alber Johannes
Brahms'
Konzert für Violine und Violoncello und Anton Bruckners "Missglückte"
3. Sinfonie. Das Konzert fand wieder in unserem kleinen Opernhaus statt und
wieder hatte ich einen Platz in meiner Lieblingsreihe. Diesmal bekam ich auch
wieder vorher ein Essen, da ich pünktlich aus dem Büro verschwinden konnte und
DIESMAL war das Restaurant auch klasse.
Wir waren im "Zanzibar"
am Uni-Ring. Perfekterweise bekam ich auch einen erstklassigen Parkplatz
zwischen Opernhaus und Bar. So daß wir
noch
eine gute Stunde hatten um uns gemütlich im Restaurant niederzulassen. Ich
bestellte mir einen schönen trocknen Rotwein, da ich ja erst wieder in 4
Stunden fahren mußte und genoss das nette Ambiente.
Das Restaurant ist nicht sehr groß und es war um diese Zeit ziemlich voll. Wir
hatten Glück, daß wir noch einen Platz bekamen. Sehr nette Bedienung und ein
spitzen Menü. Das Angebot
ist zwar eher klein, aber dafür erstklassig. Man bekommt hier nicht den
üblichen Tiefkühlpapps und die Preise sind ok. Es hat mir sehr gut
gefallen.
Gegen 19:00 Uhr
machten wir uns dann auf den We
g
zum Opernhaus um die Konzerteinführung nicht zu verpassen. Irgendwo habe ich
sicher schon erwähnt, daß ich finde, daß das eine gute Idee vom Opernhaus ist
und immer interessant.
Diesmal ging es um die Entstehung des letzten Orchesterwerkes von Brahms und um
seine Freundschaft zum Geiger und Komponisten Joseph Joachim. Ich hätte nicht
gedacht, daß er dieses Werk komponiert hat um seine Freundschaft zu Joseph
Joachim wieder zu kitten - netter Zug.
Dann noch ein paar Anmerkungen zu Anton Bruckners "Missglückte". Auch
interessant, aber es war nicht so ganz neu für mich, daß Bruckner 3 Anläufe
brauchte um seine 3. Sinfonie zur Aufführung zu bringen. Aber dafür, daß sie
d
amals
keinem so richtig gefallen hat und viele seine Kollegen ihm reinreden wollten,
ist sie, finde ich, doch sehr gut gelungen - oder?
Das Konzert begann
mit Johannes Brahms' Konzert für Violine und Violoncello und die Solisten kamen
aus den eigenen Reihen. Dorothée Stromberg mit ihrer Violine und Hans-Jörg
Pohl am Violoncello. Sie spielten fantastisch und es war ein Fest zuzuscha
uen.
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell die Finger der Geiger über das
Griffbrett wandern und könnte stundenlang zusehen. Es war eine wunderbare Musik
in der ich so herrlich abtauchen konnte. Leider war die Pause viel zu schnell
ran.
Die beiden Solisten bekamen einen höllischen Applaus, was sie sich wirklich
verdient hatten. Ich hoffe, ich bekomme noch öfter etwas von ihnen zu hören.
Es hat mir sehr gut gefallen.
Nach der Pause
ging es weiter mit Anton Bruckners Sinfonie Nr. 3, die ich persönlich sehr
schön finde. Sie hat so einen kleinen Touch von Mahler - oder besser umgedreht,
vermutlich würde es Mahler ohne
Bruckner nicht geben. Also gut, ich mag beide.
Oh jeh, jetzt habe
ich doch glatt vor lauter Begeisterung über die Solisten den Dirigenten
vergessen - diesmal dirigierte Jonas Alber. Den kannte ich noch nicht. Ich
glaube es war auch sein erstes Mal hier am halleschen Opernhaus. Bekannter ist
er wohl in Braunschweig. Dort ist er Generalmusikdirektor
und Chefdirigent des Staatsorchesters.
Also der Mann hat Energie. Soviel Schwung und Bewegung habe ich noch nie bei
einem Dirigenten gesehen. Gut, daß unser Orchester da so herrlich mithalten
konnte ;-).
Man merkte, daß er "nebenbei" Geige spielt. Das kam ab und zu mal
durch beim Dirigieren, die linke Hand wollte immer den Geigern Konkurrenz
machen.
Hier konnte ich überhaupt nicht abtauchen oder wie sonst die Geiger beobachten.
Der Dirigent war einfach zu interessant und Bruckner ist eigentlich auch nichts
zum Abtauchen. Wirklich eine sehr schöne Sinfonie. Schade, daß die Konzerte
immer so schnell zu Ende gehen :-(
Dieser Abend war einfach perfekt. Das Essen spitze, das Konzert großartig - ja, das könnte ich öfter haben wollen.... Vielen Dank an alle Beteiligten. Ich war sehr zufrieden.
Eure Jana