Uwe Grodd

Uwe Grodd ist Professor für Dirigieren und Flöte an der University of Auckland New Zealand und seit 1989 musikalischer Direktor des University Orchestra.
In seinem Heimatland Deutschland studierte er erst Linguistik und Psychologie, dann Dirigieren unter der Leitung von Manfred Schreier in Ludwigsburg und Flöte bei Werner Peschke.
Nach seinem Abschluss an der Mainzer Universität kam der wichtigste Einfluss auf seine weitere Laufbahn durch zwei sehr bedeutende europäische Musiker, durch Maestro Sergiu Celibidache und den Flötisten und Komponisten Robert Aitken. Uwe Grodd nahm erfolgreich an internationalen Meisterkursen und Dirigentenwettbewerben, wie denen in Lugano (Schweiz) und Zlin (Tschechische Republik) teil und wurde mit einem Graduiertenstipendium für das Weiterstudium am Banff Centre in Kanada ausgezeichnet.
Zwischen vielen Vorführungen in der ganzen Welt, war ein Highlight ein Soloauftritt in "Symphony Under the Stars" vor 250 000 Zuschauern und ein Auftritt vor Ihrer Majestät Königin Elizabeth II während ihres Besuches in Neuseeland 1986.
Uwe Grodd hatte Fernsehauftritte in
Deutschland, Italien, Rumänien, Tahiti und Neuseeland. Als nationaler Künstler
Neuseelands nahm er für Radio Neuseeland mehr als 60 Programme auf und erhielt
1995 eine Auszeichnung des Senders. Uwe Grodds aktive Beteiligung in der
musikalischen Szene Neuseelands beinhaltet die musikalische Leitung des Radio
Nelson Chamber Orchestra, des Manukau Symphony Orchestra, der Orchestral Summer
School at the Aotea Centre in Auckland und des St. Matthews Chamber Orchestra
als musikalischer Leiter. Seine Tätigkeit als Gastdirigent und Flötist in
vielen Neuseeländischen Orchestern beinhaltet auch die Auckland Philarmonica und
die Christchurch Symphony. Im Januar 1998 war er künstlerischer Direktor
des Internationalen Kammermusikfestivals, welches jährlich im Auckland Rathaus
und im Napier Municipal Theatre stattfindet.
Seine Aufnahmen für NAXOS und zwei
Premiere Aufnahmen der Sturm und Drang Symphonien von Dittersdorf
mit dem Failoni Orchestra brachten ihm internationalen Ruhm ein.
1999 und 2000 fanden seine einmaligen Aufnahmen von Komponisten wie Cannabich
und Vanhal
mit der Nicolas Esterhazy Sinfonia von Budapest und Symphonien von Ignaz
Pleyel, Mitstreiter von Haydn und Beethoven, mit der Capella Istropolitana
aus Slovakia für die NAXOS's 18th Century Symphony Serie, außergewöhnliche
Beachtung.
Die Pleyel Symphonie kam in die "Kritische Auswahl der Highlights der
Aufzeichnungen im Jahr 2000" in die "TOP 60 DISCS of 2000" beim
BBC Musik Magazin.
Beim Cannes Classical Award 2000 in
Frankreich gewann Uwe Grodd den "Best Eighteenth Century Orchestral
Recording Classical Award" für seine Einspielung der Sinfonien von Johann
Baptist Vanhal.
Von dem gleichen Komponisten hat er kürzlich die Missa pastoralis in G-Dur und
die Missa solemnis in C-Dur mit dem Aradia Baroque Ensemble aus Toronto
auf Originalinstrumenten und mit Neuseelands besten Kammerchor als Ersteinspielung aufgenommen und damit erneut bedeutendes künstlerisches
Aufsehen erregt, was letztendlich auch ausschlaggebend war für die
Verpflichtung zu den Händel-Festspielen 2003 in Halle/ Saale.

Interview
mit Uwe Grodd zu 'Imeneo' im Rahmen der Händelfestspiele 2003 in Halle/ Saale
Auch
dieses Jahr wieder mit "Imeneo" bei uns in Halle zu den
Händelfestspielen 2004 und als Dirigent für das allseits beliebte
Abschlußkonzert in der Galgenbergschlucht. Hier das Interview dazu:
Quellen:
Programmheft 'Imeneo' des Opernhauses Halle,
Übertragungen von TV-Halle